Die Autostadt

Oldtimer trifft Neuwagen

Ich, als Fan von PS-Boliden á la Audi R8, Porsche, Lamborghini, McLaren usw, konnte es mir bei einem Kurztrip nach Wolfsburg natürlich nicht entgehen lassen, die Autostadt zu besuchen.

Die Autostadt ist ein Museum von VW, welches am 1.Juni. 2000 eröffnet wurde.

Wer sich für oben genannte PS-starke Autos interessiert, ist in den Pavillions von Audi, Porsche und Lamborghini bestens aufgehoben, doch auch im Zeithaus finden sich Größen wie der Bugatti Veyron.

Wer es lieber langsamer angehen lässt, kann sich bei Skoda, Seat und VW umschauen und wer lieber eine Zeitreise machen will, ist mit dem Zeithaus bestens bedient.

Neben oben genanntem Bugatti finden sich hier weitere Modelle der VW Familie, aber auch Kuriositäten von denen so manch einer noch nie gehört hab, aber auch ein BMW hat einen Platz bekommen.

Kultmodelle wie der T2 besser bekannt als Bullie, Citroen 2CV bekannt als Ente und natürlich der Käfer, Highlight: der millionste Käfer, stehen neben Luxuskarossen von Bentley und Bugatti.

Die verschiedenen Ebenen sind nicht nach Jahren, sondern nach Themen geordnet.

Ebenfalls zu finden sind hier Marken wie Horch(heute Teil von Audi) , Lincoln, Karmann und Hansa, die viele jüngere Menschen, so wie ich, gar nicht kennen.

Wer sich nicht ganz so für Autos interessiert, aber Kunstliebhaber ist, kommt ebenfalls auf seine Kosten, da auf einer Ebene einige Fotos ausgestellt sind.

Einen Shop enthält das Zeithaus ebenfalls, hier kann man seinen Bedarf an VW Fanartikeln und Modellautos abdecken.

Vorbei am Ritz-Carlton Hotel gelangt man zum architektonischen Bauwerk namens Audi Pavillion. Zu Beginn bekommt jeder Besucher eine Sphere, in Form einer kleinen weißen Kugel. Will der Besucher nun einen Film ansehen, hält er die Kugel in eine Mulde und kann so den Film starten. Wer sich mit seinem Namen in der Sphere eingeloggt hat, wird zu Beginn eines jeden Raumes mit seinem Namen begrüßt.

Highlight war natürlich der ausgestellte Audi R8 V10 Plus. Eine Mischung aus perfektem Design und handwerklicher Kunst, gepaart mit dem Non-plus-ultra deutscher Technologie in Sachen Motoren. Ein Meisterwerk deutscher Ingenieurskunst, ein Traum in Silber und Carbon.

Okay, ab dieser Stelle sollte jedem klar sein, für welches Auto mein Herz schlägt.

Aber leider, leider, gibt es in der Autostadt so viel zu sehen, dass ich mich schweren Herzens von 550 PS wahr gewordenem Traum verabschieden musste.

Nicht nur die Architektur ist künstlerisch gestaltet, sondern auch die Landschaft der Autostadt. Mit einem Dufttunnel bestehend aus Lavendel, Wasserfontänen, kleinen Teichen und ganz toll angelegten Grünflächen.

Eines der größten Gebäude ist natürlich das Kundencenter von VW. Hier findet die Neuwagenabholung statt.

Drängt sich die Frage auf, wo denn die ganzen Autos aufbewahrt werden.

Auch dafür hat sich VW eine passende Architektur einfallen lassen, nämlich die beiden Autotürme hinter dem Kundencenter. Schon von weitem sind die bei Nacht beleuchteten Türme deutlich zu erkennen. Scheinbar im Minutentakt werden tagsüber vollautomatisch Autos aus dem Turm geholt und zur Abholung gebracht, während neue Wagen abgestellt werden.

Jeder Turm fasst 400 Autos und an dem Tag meines Aufenthaltes in der Autostadt wurden 500 dieser Autos abgeholt. Dementsprechend war die Autostadt auch gefüllt.

Auf dem Außengelände befindet sich eine Testanlage für Geländewagen, so kann die Tauglichkeit der Fahrer-Auto-Kombi gleich getestet werden. Ebenfalls im Außenbereich befindet sich die Fahrschule für Kinder in kleinen Beetles können die Kleinen ihr fahrerisches Können auf einem Parcours unter Beweis stellen.

Ebenfalls sehr kinderfreundlich gehalten ist das Konzernforum mit der Piazza. Hier gibt es neben Restaurants auch eine große Kinderecke und viele interaktive Stationen, an denen nicht nur die Kinder einiges über ihre Umwelt und Design erfahren.

Hier besteht u.a. auch die Möglichkeit, sich selbst ein Auto zu designen und es anschließend ausdrucken zu lassen.

Alles in Allem war es ein wirklich schöner Tag in der Autostadt. Ich habe mal wieder mein Traumauto gesehen, konnte mir anschauen wie vor ein paar Jahrzehnten das Benzin verheizt wurde, habe gesehen wie sich die Embleme der Marken verändert haben und auch das Design der Autos und konnte am Ende des Tages meinen eigens designten Beetle mit nach Hause nehmen.

Mit 15 Euro erscheint der Eintritt zwar zunächst etwas teuer, aber es kommt garantiert jeder auf seine Kosten, der motorisierten Fahrzeugen nicht völlig abgeneigt ist.


Franziska Stoffel