Besuch und Interview in der Staatsphilharmonie Ludwigshafen


Am 24.09.15 fand der Wandertag der sechsten Klassen statt. Für die Klasse 6c ging es nach Ludwigshafen in die Staatsphilharmonie. Herr Haßler, der Vater eines Schülers, hatte der Klasse angeboten eine Probe mitzuerleben und einen Blick hinter die Kulissen eines Orchesters zu werfen. Angekommen ging es auch schon gleich mit dieser los. Geprobt wurde ein modernes Stück des türkischen Komponisten Fazıl Say, der alles mit dem Klavier begleitet hatte. Es war sehr interessant das Orchester direkt vor sich spielen zu sehen und selbst die Diskussionen zwischen Dirigent und Komponist mitzubekommen. Per Audioguide konnte man nämlich alles Beachtenswerte hören. Nach der Probe wurde noch einiges erzählt, bis die Musiker zur Pause vorbeikamen. Freundlicherweise gab Simon Bernstein (Pauke) gerne ein Interview und beantworteten diverse Fragen, davon einige hier aufgelistet:

Welches Instrument ist im Orchester am schwersten?               

Simon Bernstein: „ Vielleicht das Horn? (lacht)“

Wie viel Urlaub bekommen sie?                                                                               

S.B: „Sechs Wochen.“


Wie oft proben sie in der Woche?    

S.B: „Jeden Tag! Wir haben fünf Tage Probe, einen Tag Konzert.“


Ist es als Musiker oder als Dirigent schwerer? 

S.B: „Als Musiker, man muss sich sehr konzentrieren.“


Wie viele Konzerte geben sie im Jahr?            

S.B: „ Ca. 90 Konzerte.“


Was ist ihr bekanntestes Stück?

S.B: „Fluch der Karibik!“


Wie viele Leute besuchen ungefähr ein Konzert?    

S.B: „Tausend.“


Wieso wollten sie Orchestermusiker werden?   

S.B: „Weil ich mir keinen schöneren Beruf vorstellen kann! Im Orchester gibt es immer ein besonderes Gemeinschaftsgefühl, alle müssen gemeinsam etwas tun, es geht nicht allein. Das ist das an diesem Beruf, was einen berührt.“


Wie lange gibt es dieses Orchester schon?

S.B: „90 Jahre.“


Wie wird man Orchestermusiker?

S.B: „Natürlich muss man als Kind schon beginnen ein Instrument zu lernen und viel viel üben. Bei mir war es mit neun Jahren das Schlagzeug. Später dann muss man sich bei einem Orchester bewerben, indem man mit ca. 20-60 weiteren vorspielt. Aber es kommt nicht nur darauf an, dass man gut spielt. Wichtig ist, dass man vom Charakter her gut in den Orchester passt und teamfähig ist. Das dürfen dann auch die Musiker und Musikerinnen mitaussuchen. Ja, und wenn man dann genommen wird ist man dabei.“


Wie finden sie es so viel zu reisen, ist es besonders umständlich?

S.B: „Umständlich? Überhaupt nicht! Ich mag es, so viel zu reisen.“


Und was war die schönste Reise mit dem Orchester?

S.B: „Das war ohne Zweifel Südafrika.“

Vielen Dank für das Interview und die interessante Probe!
Die Bilder wurden von Marlene Braun zur Verfügung gestellt.

 Gloria Deimann