Interview mit Frau Keller

Letta: Wie lautet Ihr voller Name?

 

 

Fr. Keller: Mein voller Name lautet einfach Ute Keller. Ja, ich habe nur einen kurzen Namen.

 

 

Julia: Wollen Sie etwas über sich selbst erzählen?

 

 

Fr. Keller: Oh, was soll ich erzählen? Ich bin 46 Jahre alt, ich habe 1994 hier am ETGA - damals hieß es nur TGA - Abitur gemacht und habe dann in Mainz die Fächer Sport und Erdkunde studiert. Bisschen Deutsch habe ich noch studiert und ein bisschen… evangelische Religion habe ich auch noch studiert, aber meinen Abschluss habe ich dann in Sport und Erdkunde gemacht und, ja, bin dann Lehrerin geworden und jetzt arbeite ich seit diesem Schuljahr hier am ETGA.

 

 

Letta: Welche Fächer unterrichten Sie und warum?

 

 

Fr. Keller: Ja, wie schon gesagt, ich unterrichte Sport und Erdkunde. Sportlehrerin wollte ich schon immer werden, weil ich einfach gerne Sport mache, alles querbeet und deshalb habe ich auch Sport studiert und Erkunde habe ich studiert und unterrichte es dann natürlich auch, weil ich gerne reise, mich für fremde Länder und die Kulturen dort interessiere, mich sehr auch für Nachhaltigkeit interessiere und einsetze und das ist ja auch ein großer Teilbereich der Erdkunde.

 

 

Julia: Welche Leistungskurse hatten Sie?

 

 

Fr. Keller: Meine Leistungskurse waren Deutsch, Englisch und Erdkunde.

 

 

Letta: Was war Ihre Motivation, Lehrerin zu werden?

 

 

Fr. Keller: Ich wollte schon immer mit Menschen zu tun haben und am Anfang dachte ich, Lehrerin oder Schauspielerin und dann habe ich mir gedacht, na ja, als Schauspielerin verdient man vielleicht kein Geld und dann bin ich Lehrerin geworden und als Lehrerin muss man auch so ein bisschen schauspielern können, von daher habe ich mich, glaube ich, ganz gut entschieden.

 

 

Julia: Trinken Sie lieber Tee oder Kaffee?

 

 

Fr. Keller: Kaffee.

 

 

Letta: Was ist Ihr Lieblingsbuch oder -film oder -serie?

 

 

Fr. Keller: Puh, schwierig. Ähm, bei den Büchern ist es so, dass ich keine Romane lese, sondern eher Sachbücher. Was da mein Lieblingsbuch ist kann ich gar nicht sagen. Lieblingsfilm… ist jetzt vielleicht blöd zu sagen, aber ich gucke ganz gerne Star Wars.

 

 

Julia: Haben Sie einer Lieblingsmusikerin oder einen Lieblingsmusiker?

 

 

Fr. Keller: Also, da habe ich auch keine Lieblingsperson, aber ich höre gerne aus den 70er Jahren eher so die Rockmusik.

 

 

Letta: Gibt es irgendeinen Spruch, den Sie oft benutzen?

 

 

Fr. Keller: Also im Unterricht, wenn die Schüler laut sind, sage ich immer: »Sei leise, sonst schneide ich dir die Haare«, den benutze ich glaube ich sehr oft, den Spruch. Und so ein Motto… keine Ahnung, ich denke immer.. man soll so sein, wie man ist und sich nicht verstellen. Also vor allem als Lehrer nicht.

 

 

Julia: Haben Sie ein Lieblingsgedicht?

 

 

Fr. Keller: …fällt mir keins ein.

 

 

Letta: Wenn Sie eine berühmte Person treffen könnten, egal ob sie tot oder lebendig wäre, wer würde das sein?

 

 

Fr. Keller: Ui, schwierig. Äh… Ich würde gerne treffen… Mahatma Gandhi. Und… ich überlege… Nee. Das war’s.

 

 

Julia: Was ist Ihre Meinung zum Thema Nachhaltigkeit?

 

 

Fr. Keller: Ja, ich habe es ja schon erwähnt, es ist… Äh, ja, Nachhaltigkeit… In Sachen Nachhaltigkeit müsste dringend in allen Themen der Erde und in allen Ecken der Erde was getan werden, was verbessert werden. Ich selbst versuche das auch im Privaten, was man als Einzelperson an Nachhaltigkeit irgendwie umsetzen kann, versuche ich das auch zu tun. Ich denke aber, dass, wie soll ich sagen, dass die Wirtschaft und die Politik der Nachhaltigkeit sehr im Wege steht, sagen wir mal so, und dass leider auf der Erde die Wirtschaftlichkeit so eine große Macht hat, dass sich die Nachhaltigkeit da gar nicht entfalten oder durchsetzen kann. Was aber dringend nötig wäre, um die Erde zu retten. Ja.

 

 

Letta: Was ist Ihrer Meinung nach der Sinn des Lebens?

 

 

Fr. Keller: Uiuiui, ihr stellt Fragen. Ähm… ich glaube, der Sinn des Lebens ist, dass man sich selbst und seinen Mitmenschen das Leben so gestaltet, dass es ein gutes und schönes Leben ist und, ähm, tja… Aber der Sinn… Ich denke noch nach, vielleicht beim nächsten Interview.

 

 

Julia: Haben Sie ein geheimes Talent?

 

 

Fr. Keller: Hm… Geheim, weiß ich nicht, ob das so geheim ist, ich spiele mehrere Instrumente, vielleicht weiß das noch nicht jeder hier, aber das ist nicht geheim. Also ich bin musikalisch und sportlich, das sind meine Talente.

 

 

Letta: Könnten Sie sich vorstellen, neben Erdkunde und Sport ein anderes Fach zu unterrichten?

 

 

Fr. Keller: Mhm, ich könnte mir vorstellen, Kunst zu unterrichten, Musik und vielleicht Religion, weil mich diese Fächer sehr interessieren, aber ich kann nicht sagen, dass ich das auch gut könnte. Es würde mich nur interessieren, es zu unterrichten.

 

 

Julia: Was stellen Sie sich unter einer guten Klasse vor?

 

 

Fr. Keller: Eine gute Klasse ist interessiert, eine gute Klasse fragt nach, eine gute Klasse ist… kommunikativ, und ja, das reicht.

 

 

Letta: Haben Sie ein Haustier oder ein bestimmtes Lieblingstier?

 

 

Fr. Keller: Ich habe derzeit kein Haustier, ich hatte mal einen Hund, der ist neunzehn Jahre alt geworden, mit dem bin ich groß geworden, das war sehr toll, aber im Moment haben wir keine Haustiere. Und mein Lieblingstier… oder wenn ich mir aussuchen könnte jetzt, wenn ich Zeit hätte, würde ich mir entweder Schafe oder Ziegen anschaffen.

 

 

Julia: Denken Sie, dass Sie mit einem anderen Beruf glücklicher gewesen wären?

 

 

Fr. Keller: Nein.

 

 

Letta: Glauben Sie eher an Schicksal oder an Zufall?

 

 

Fr. Keller: Ist Schicksal nicht das gleiche wie Zufall? Ach so, Schicksal ist vorbestimmt und Zufall passiert plötzlich. Äh… ich schwanke. Ich glaube, es ist eine Mischung aus beidem.

 

 

Letta: Haben Sie noch Fragen an uns?

 

 

Fr. Keller: Wie stellt ihr euch denn einen guten Lehrer vor? Das wäre mal meine Frage, weil ihr euch ja gefragt habt wie ist eine gute Klasse. Oder wie stellt ihr euch einen guten Unterricht vor, das hätte ich gerne gewusst.

 

 

Letta: Äh… also für mich ist ein guter Lehrer einer, der gut erklären kann und auch wenn man nachfragt, dass das halt gut rüberkommt, also dass es gut ist, wenn man fragt, und nicht so, ja warum hast du das jetzt noch nicht verstanden.

 

 

Fr. Keller: Ja, also habe ich jetzt schon dreimal erklärt und jetzt müsste es doch eigentlich bekannt sein, okay.

 

 

Letta: Ja, und dass der Unterricht… ja, dass es ein bisschen interessant ist oder mal abwechslungsreich und nicht immer so, äh, nur, so normaler Unterricht, sag ich mal.

 

 

Fr. Keller: Ja also, immer nur das gleiche, ja.

 

 

Letta: Ja, also so ein bisschen Abwechslung mal, also so was wie verschiedene… ja keine Ahnung, so was wie Stationenarbeit oder…

 

 

Fr. Keller: Ja.

 

 

Letta: Oder so was ungefähr…

 

 

Fr. Keller: Ja, ich verstehe.

 

 

Julia: Ja.

 

 

Fr. Keller: Okay. Vielleicht wenn ich was von mir selbst erzählen muss, ich habe jetzt gar nichts zu mir selbst erzählt, ich habe eine Tochter und einen Mann, das ist so meine Familie. Ja, habt ihr noch Fragen?

 

 

Letta: Ich hätte tatsächlich noch eine Frage, waren Sie früher in der Schule eher eine gute oder eine nicht so gute Schülerin?

 

 

Fr. Keller: Das werde ich tatsächlich ganz oft gefragt. Ich war, ähm, so im... im guten Bereich aber nicht im sehr guten Bereich. Also, ich habe auch, ich habe nicht immer nur Einsen geschrieben, aber auch keine Fünfen und Sechsen, ich war, glaube ich, eine laute Schülerin, ähm, ja und… ja. Aber nicht sehr gut. Ich habe einmal in Latein eine Sechs geschrieben. Das könnt ihr gerne mal schreiben. Ja.

 

 

Letta: Ja. Vielen Dank.

 

 

Fr. Keller: Ja. Ich bedanke mich.

 

Das Interview führten Julia und Letta, 26. 11. 2021