Interview mit Frau Nebel

Hannah: Also, wie lautet denn Ihr voller Name?

 

Frau Nebel: Ve Nebel. Das ist ja sehr kurz. Zwei Buchstaben: V E. Vielleicht ungewöhnlich vom Namen her.

 

Lasse: Dann erzählen Sie uns etwas über sich selbst.

 

Frau Nebel: Was kann ich denn über mich erzählen? Also, ich bin Landauerin. Also ich komm von hier und hab auch in Landau studiert, war dann in Asien reisen. Ein halbes Jahr. Also vor allem in Vietnam, Laos, Kambodscha und Thailand. Und dann hab ich mein Studium angefangen und bin dann hier gelandet.

 

Lasse: Interessant.

 

Hannah: Es gibt ja, ich weiß nicht, ob sie das wissen, mit den LGBTQ-Leuten, immer wieder jetzt verschiedene Arten, wie man Leute anspricht, mit verschiedenen Pronomen, also haben Sie irgendwelche Wünsche, mit welchen Pronomen Sie gerne angesprochen werden würden?

 

Frau Nebel: Ich fühl mich als Frau und das ist für mich gut so, aber für mich ist das auch nicht so wichtig.

 

Lasse: Welche Fächer unterrichten Sie? Und warum?

 

Frau Nebel: Ich unterrichte Mathematik und Chemie. Und ich mach das, weil ich finde die Fächer unfassbar spannend, damit kann man so viele Sachen erklären. Ich weiß, die sind bei vielen Hassfächer, aber ich find die super. Mathe ist überall auf der Welt gleich, dass find ich toll, da kann man mit jedem Mathematik betreiben, auf der ganzen Welt. Und ich hab noch ein Drittfach, das gibt’s hier gar nicht, das ist Darstellendes Spiel, also Theater und das hab ich studiert aber das kann ich jetzt noch nicht unterrichten. So was kommt vielleicht irgendwann mal.

 

Lasse: Vielleicht mögen Sie ja auch eine neue Theater-AG aufmachen.

 

Frau Nebel: Ja, das wäre schön.

 

Hannah: Welche Leistungskurse hatten Sie?

 

Frau Nebel: Quasi auch die Fächer, die ich jetzt hab: Mathe und Chemie. Und ich hatte dazu Geschichte.

 

Hannah: Und, gab’s an Ihrer Schule dann Darstellendes Spiel? Konnte man das da machen?

 

Frau Nebel: Genau, das hatte ich in der Oberstufe. Als Grundkurs dann, das ist dann halt alternativ zu Musik oder Kunst. Und hab darin auch mündliches Abitur gemacht.

 

Lasse: Was war Ihre Motivation Lehrerin zu werden?

 

Frau Nebel: Oh, das ist eine gute Frage. Ich hab nach dem Abi in einer Tagesförderstätte gearbeitet. Und mit Menschen zu arbeiten hat mir irgendwie ziemlich gut gefallen, da hab ich mir die Schule angeguckt. Und das fand ich irgendwie- das hat mir Spaß gemacht, aber da hat mir gefehlt, dass man so ein bisschen fördert. Also, da wird ja auch gefördert, aber ich denk halt auch richtig gerne und deshalb hab ich mich dann am Ende fürs Gymnasiallehramt entschieden, weil man sich da auch mal mit schwierigeren Problemen auseinandersetzen kann.

 

Hannah: In der Zeit, in der Sie jetzt hier waren, welchen „Lehrerspruch“ haben Sie denn am meisten genutzt?

 

Frau Nebel: Ich hab noch keinen – oder er ist mir noch nicht aufgefallen. Da müsste man die Schüler interviewen. Lasse, dir ist bestimmt schon was aufgefallen, aber ich weiß noch keinen Spruch.

 

Lasse: Also mir persönlich noch nicht.

 

Frau Nebel: Okay, dann hab ich noch keinen. Vielleicht kommt das noch.

 

Lasse: Und, was können Sie persönlich gar nicht ausstehen?

 

Frau Nebel: Lügen. Zum Beispiel.

 

Hannah: Trinken Sie lieber Tee oder Kaffee?

 

Frau Nebel: Tee. Ich bin Teetrinkerin. Oder, am liebsten, Wasser.

 

Hannah: Sie sind die erste Lehrerkraft, die wir interviewt haben, die gesagt hat: Tee.

 

Frau Nebel: Ja, ich trink eigentlich Wasser. Kaffee trink ich nicht.

 

Lasse: Was ist Ihr Lieblingsbuch, -Film oder –Serie?

 

Frau Nebel: Mein Lieblingsbuch ist Der Gesang der Flusskrebse. Den Autor müsste ich jetzt raussuchen (Delia Owens). Weiß ich auswendig nicht.

 

Hannah: Wir können auch im Nachhinein noch mal schauen.

 

Frau Nebel: Okay.

 

Hannah: Haben Sie ein Lieblingsmusiker oder eine Lieblingsmusikerin?

 

Frau Nebel: Nee, ich glaub einen Lieblingsmusiker hab ich nicht. Aber ich höre vieles gerne.

 

Lasse: Haben Sie ein Lieblingsgedicht?

 

Frau Nebel: Wahrscheinlich schon. Wie heißt das denn, das ist von Jorge. Ich will. Nehmen wir mal das. Ich bin jetzt nicht so der Gedichtsfan, also ja.

 

Hannah: Wenn Sie eine berühmte Person treffen könnten, egal ob tot oder lebendig oder was auch immer, wenn würden sie wählen? Und warum?

 

Frau Nebel: Neil Armstrong den Astronauten. Den würd ich fragen: Wie war das auf dem Mond zu sein?

 

Lasse: Was halten Sie persönlich von dem gerade aktuellen Thema Nachhaltigkeit?

 

Frau Nebel: Wichtig. Ganz wichtiges Thema, ich hab auch in der Uni dazu Sachen gemacht. Also das, finde ich, ist ein Thema das alle vorantreiben sollten.

 

Lasse: Dürfte ich fragen, welche Sachen?

 

Frau Nebel: Och Gott, da gibt’s ganz viele Sachen. Ich hab mich jetzt in der Uni mit dem Thema sauberes Wasser beschäftigt. Da ist ja das Nachhaltigkeitsziel sechs. Ich weiß nicht, ob ihr euch mit diesen Sustainable Development Goals auseinandersetzt habt. Das sind siebzehn Ziele, die aufgestellt wurden. Das da sind so einzelne Sachen, die die ganzen Länder umsetzen wollen. Und das finde ich, ist eine gute Herangehensweise, dass jedes Land sich eigene Ziele setzt, in diesen siebzehn Bereichen. Und da sind zum Beispiel sauberes Wasser oder kein Hunger oder… da sind ganz viele solcher Sachen.

 

Lasse: CO2 Ausstoß.

 

Frau Nebel: Genau. Da sind so verschiedene Punkte drin und da arbeitet die ganze Welt mit. Also das ist ein Vertrag, der quasi abgeschlossen wurde. Ja, das finde ich sehr sinnvoll.

 

Hannah: Und sauberes Wasser hat ja auch was mit Chemie zu tun.

 

Frau Nebel: Genau. Das ist wahr, dazu kann man auch tolle Experimente machen.

 

Hannah: Was ist Ihrer Meinung nach der Sinn des Lebens?

 

Frau Nebel: Das ist aber eine Wahnsinnsfrage. Vielleicht hat das Leben gar keinen Sinn. Wer weiß das schon? Also ich für mich, möchte einfach glücklich und zufrieden sein und gesund. Und das wünsch ich allen Menschen, aber ob das jetzt wirklich ein Sinn ist, weiß ich auch nicht.

 

Lasse: Was ist Ihr geheimes Talent?

 

Frau Nebel: Mein geheimes Talent? Oh je… Was hab ich denn für Talente? Ich mach Karate, sein vielen Jahren. Ich kann mich wehren und das unterschätzt man, weil ich bin klein, ich seh‘ jung aus. Das sieht man mir nicht an, aber ich kann gut zuschlagen. Ist das ein gutes geheimes Talent? Kann man das so sagen?

 

Hannah & Lasse: *Zustimmung*

 

Hannah: Wollen Sie generell noch was fragen?

 

Frau Nebel: Jetzt erst mal nicht.

 

Hannah: Dann… vielen Dank.

 

Frau Nebel: Gerne.

 

Das Interview führten Lasse & Hannah