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Die Mächte des Feuers - Buchempfehlung

Eine Drachentöterin, die um ihre verstorbenen Brüder trauert. Ein russischer Fürst mit hellseherischen Fähigkeiten und einer Vorliebe für Drogen. Eine machthungrige Geisterbeschwörerin. Ein britischer Versicherungsdetektiv, die Unscheinbarkeit in Person.

 

Silena dient dem Officium – einer kirchlichen Organisation, die die Nachfahren der Drachentöter ausbilden – als Pilotin und Drachentöterin. Nachdem ihre Brüder bei einem seltsamen Unfall samt Flugzeug abstürzen, sollte sie sich als letzte Nachfahrin des Heiligen Georg eigentlich zurückziehen und in Frieden eine Familie gründen. So will es zumindest der Erzbischof. Doch Silena begehrt auf. Mit der Drohung, das Officium zu verlassen, gewinnt sie den Segen des Bischofs und zieht los, um ihre Brüder zu rächen. Ihr Mörder, da ist sie sich sicher, ein Drache.

 

Und plötzlich tauchen weitere Gegner auf. Aber auch Verbündete, die alle ihre eigenen Ziele verfolgen und Silena vollkommen durcheinander bringen. Immer mehr Drachentöter sterben auf seltsame Weise, unter den Drachen selbst scheint Krieg zu herrschen und die Organisationen der Drachenjäger stiften Unruhe.

 

In der Mitte all dem liegt der Weltenstein. Ein seltsames Artefakt voller Macht und Magie, nach dem auf einmal jeder zu trachten scheint.

 

 

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Nicht oft findet man die Zwanzigerjahre (wenn auch etwas abgeändert) zwischen den Seiten eines Fantasy-Buchs. Zudem gefallen mir die Details, die Heitz in das Leben seiner Charaktere einbaut, wobei es sich hauptsächlich um kleine Dinge handelt, die tiefere Einblicke in ihre Wesen schafft.

 

Mit jeder Seite wird alles verwirrender, die Fäden der Geschichte verknoten sich ineinander und bilden ein scheinbar undurchsichtiges Wirrwarr. Trotzdem wird am Ende alles aufgeklärt und hinterlässt einen zufriedenen Leser.

 

Heitz spart nicht an unerwarteten Wendungen – die man als Hellseher bestimmt hätte kommen sehen. Geliebte Charaktere enthüllen ihr inneres Monster, die Wesen der Menschen wandeln sich und Blut fließt rücksichtslos durch die flammende Welt der Drachen, während Städte zu Asche werden.

 

Alles in allem ein gutes Buch.

 

Und – was für einen Markus Heitz eher untypisch ist – meine Lieblingscharaktere haben überlebt.

 

Hannah

 

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