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Demokratietag der 10 und 9

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Über die Tage vom 4-5 April 2024 wurde an unserer Schule für die 10 und 9 Klassen ein Demokratietag von der Fridrich-Ebertstiftung veranstaltet.

Es wurden immer zwei Klassen zusammen mit zwei Tutoren von der Stiftung zusammengebracht. Die 9a und 9b waren zusammen, die 10c und 9c und die 10a und 10b. Die Information wurde relativ kurzfristig am 22.03 (Beginn der Osterferien) über Sdui übermittelt, die Räumlichkeiten wurde uns am 3.4 mitgeteilt.

In den zwei Tagen die voll und ganz der Demokratie gewidmet wurden fand neben generellen Erklärungen zu unseren System der Wahlen und einem Planspiel mit anschließenden Probewahlen in den Gruppen.

 

Ich möchte in diesem Artikel vor allem über das Planspiel schreiben. Im Planspiel schlüpften wir in Rollen von fünf Parteien, die von ihren Themen den im Bundestag sitzenden Parteien entsprachen, zwei Interessengruppen und einem Medien Team, welches alles im Planspiel  moderierte. Wir hatten als fiktive Parteien, die im fiktiven Land Fontanien regieren wollen, die Partei für Gerechtigkeit, Partei für Gleichheit, Partei für Umwelt, Partei für Wirtschaft und Partei für Tradition. Als Interessen-Verbände waren "Natur Lovers" und "Unternehmer Verband" vertreten.

Nach einer kurzen "Wie gut kennen wir uns in Politik aus begann das Planspiel. Die erste Aufgabe war sich die Themen seiner Gruppe vertraut zu machen und ein Motto sowie drei Hashtags zu formulieren. Danach wurden unsere Hashtags und Mottos in einer art Talk Show von einzelnen Vertreter:innen der Gruppen/Parteien vorgestellt. Zu bestimmten Themen wurde mit Hilfe eines Meinungsbildes, der einzelne Standpunkte der Parteien/Gruppen festgehalten. Dafür wurde eine Linie aus Crepeband auf den Boden geklebt und daraufhin festgelegt welches Ende des Bandes welche Meinung vertrat.

Nun begann die Hauptarbeitsphase der Parteien/Gruppen. Man musste als Arbeitsgruppe eine Rede vorbereiten, Interviews mit dem Medienteam führen und auch eine visuelle Form des Wahlkampfes kreieren, wie zum Beispiel Wahlplakate oder ein Wahlvideo. Zwischendurch besuchten einige Personen auch noch  einen von den Teamern angeleiteten Kampagnen-/Rede-Workshop.

Diese Arbeitsphase erstreckte ich über den restlichen ersten Workshoptag und über die erste Hälfte des zweiten Workshoptages.

Die Interessengruppen mussten sich während dieser Phase auch überlegen, ob sie für eine Partei eine Wahlempfehlung abgeben möchten oder nicht. Die Parteien dagegen mussten Spitzenkandidaten bestimmen, auf denen sie ihren Wahlkampf aufbauten.

Das Medienteam führte währenddessen Interviews durch und gestalteten eine Moderation für den Wahltag.

 

 

Schließlich wurde die Arbeitsphase am zweiten Wokshoptag beendet. Nach kurzen technischen Problemen startete das Medienteam mit einer kleinen Narichtensendung. Die Reden wurden gehalten und die Wahlplakate und Wahlvideos vorgestellt.

Schließlich folgte eine Feedbackrunde zum Workshop, um uns kurz Zeit zu geben sich von den Meinungen unserer Gruppe/Partei innerlich zu distanzieren, denn jetzt wurde gewählt. Mit Klausur Trennbögen wurde ein kleine Wahllokal eingerichtet.

In der nach der Wahl folgenden Pause wurden die abgegeben Stimmen gezählt, um dann wieder in der Gruppe das Wahlergebnis bekannt zu geben. Interessant war, das sich das Ergebnis dieser Wahl vollkommen von einer Einschätzung am Anfang des Workshops unterscheiden ließ.

Am Anfang des Workshops hatten die Teamer:innen nämlich durch eine online Abstimmung abgefragt welche Parteien die Schüler:innen am ehesten Wählen würden.

In den Wahlergebnissen der gemischten Gruppe von 10 c und 9c hatte sich in den vor Ergebnissen wo über die echten Parteien abgestimmt wurden anders zeigte als die Tatsächliche Wahl über die von den Schülern vertreten Parteien. In der Gruppe von der 10c und 9c belegte die Wirtschaftspartei die meisten Stimmen und die für Gleichheit die Zweitmehrheit, nur eine Stimme erreichte die Partei der Tradition. Bei der 10b und 10a lag dagegen ein anderes Ergebnis vor: Die Partei der Gerechtigkeit hatte die meisten Stimmen und die der Tradition der zweitmeisten, nur eine Stimme erreichte die Partei für Natur. Von der anderen Gruppe hatten wir leider keine Ergebnisse vorliegen.

Das zeigte nochmal deutlich von wie vielen Faktoren eine Wahl im Endeffekt abhängt. Nämlich nicht nur an den Themen einer Partei sondern auch an dem Verhalten der Partei, an dem Wahlplakaten oder an den Spitzenkandidaten.

 

Das waren die Demokratietage 2024.

 

Lasse, Eliann


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