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Ich muss lernen, für eine Arbeit, die den Großteil meiner Note ausmacht. Eine Arbeit, in der ich eine gute Note schreiben muss. Und trotzdem greife ich immer wieder zu meinem Handy. Nur kurz, denke ich, aber aus "kurz" werden Minuten, Stunden, vielleicht eine Stunde, vielleicht zwei Stunden oder drei. Es kann sein, dass ich den ganzen Tag am Handy sitzen werde und Instagram oder TikTok schaue, Videos, die eigentlich nichts mit der realen Welt zu tun haben, Videos, die mich niemals in meinem Leben weiterbringen werden, die mich nur von den Dingen, die eigentlich wichtig sind, ablenken werden. Vielleicht sehe ich Rezepte, die ich ausprobieren könnte, Fake News über Politiker:innen oder polizeiliche Fälle, Dinge, die mit KI generiert werden und jeder in den Kommentaren darüber diskutiert, ob es echt ist oder nicht. Wenn ich aber mal ernst darüber nachdenke, wen interessiert's? Ich scrolle durch Reels, checke meine Nachrichten oder spiele Spiele. Und jedes mal, wenn ich wieder auf die Uhr sehe, frage ich mich: Warum habe ich nicht einfach die Zeit genutzt? Warum habe ich nicht gelernt? Ich weiß genau, dass das Handy mich ablenkt, aber trotzdem greife ich immer wieder zu. Die digitale Welt lenkt mich von den Dingen ab, die gerade um mich herum passieren. Manchmal ist es gut, mal an etwas anderes zu denken - ja. Ich frage mich aber, ob es das wert ist, 6-7 Stunden täglich am Handy zu sein. Vielleicht machen wir das, weil es so leicht ist. Nur ein Klick und schon ist man in einer anderen Welt. Aber diese "andere Welt" hilft mir nicht, wenn ich am nächsten Tag vor der Arbeit sitze und nichts weiß, weil ich gar nicht oder zu wenig gelernt habe.
Ich glaube, zu viel Handy ist, wenn man das Gefühl hat, keine Kontrolle zu haben. Wenn man eigentlich etwas anderes tun will, aber das Handy immer gewinnt. Weil man weiß, dass man einfach in eine
andere Welt verschwinden kann, aber das kann man nicht. Du bist für ein paar Stunden in einer beschäftigt, aber deine Probleme, dein Stress, all diese Dinge lösen sich nicht in Luft auf.
Darum schreibe ich diesen Artikel, ich versuche, es anders zu machen: Ich lege mein Handy beim Lernen weg, stelle es auf "Nicht stören" und sage mir, dass ich später genug Zeit habe, als
Belohnung zum Beispiel. Es ist nicht leicht, aber jedes Mal, wenn ich es schaffe, fühle ich mich besser. Ich bin stolz auf mich selbst. Vielleicht ist das die Antwort auf die Frage: "Wie viel
Handy ist zu viel?"
Nicht die Zeit entscheidet, sondern wir selbst entscheiden, wann wir das Handy benutzen - oder wann es über uns die Kontrolle hat.
Zoé
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