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Am 11.06.2026 - dem zweiten Tag der Landessynode (das ist eine Versammlung, die innerhalb der Kirche Gesetze beschließt) stand die Entscheidung über die Beibehaltung unserer Schule, dem
Evangelischem Trifels-Gymnasium Annweiler, an.
Ein Aufgebot an Lehrkräften, Mitarbeitenden und Schüler:innen hatte sich entweder per Gemeinschaftsbus oder Privatwagen zum Technik-Museum in Speyer aufgemacht, wo die Synode tagte.
Mit zuvor im Unterricht gebastelten Plakaten bewaffnet, betraten die Schüler:innen die Veranstaltungshalle. Schnell wurde klar, dass hier kaum Platz für die große Anzahl an Besucher:innen war,
denn sowohl das Buffet war, trotz seiner unglaublichen Größe, nicht für die Schüler:innen zugänglich, auch die verfügbaren Stühle waren nicht ausreichend. So kam es, dass manche Schüler:innen
einen Großteil der Synode stehen mussten.
Der Saal der Synode; (Links: Schüler:innen, die aufgrund mangelnder Stühle auf dem Boden sitzen.); Bild: Sophie Silbernagel
In der Veranstaltungshalle wurde eine Morgensandacht gehalten. Anschließend hielten verschiedene Kirchenvertreter:innen eine Eingangsrede. In diesen Reden plädierten und berichteten besonders
ausländische Kirchenvertreterinnen von Bildungsprojekten und Schulbauten, zum Beispiel in Prag.
Für die anwesenden Schüler:innen ein kleiner erster Schlag ins Gesicht.
Direkt danach begann auch schon die Debatte um unsere Schule. Der Hintergrund dieser Debatte geht darauf zurück, dass die Kirche, aufgrund zahlreicher Kirchenaustritte immer weniger Geld zu
Verfügung hat. Deshalb evaluiert die Kirche verschiedenste ihrer Projekte und entscheidet, ob sie diese in Zukunft abgeben werden, diese verkleinern werden oder Projekte ganz schließen
werden.
So wurde auch in der Sommer-Synode 2025 über dieses Thema debattiert. Der Beschluss sah vor, dass eine Task Force innerhalb eines Jahres versuchen sollte, eine Kostenneutralität in Gesprächen mit
Kreis und Land herzustellen.
Insgesamt, so referierte der Oberkirchenrat Claus Müller in der Vorstellung über den Sachzustand unserer Schule, seien ca. 1 Million Euro pro Jahr extra zustande gekommen. Zusammen mit anderen
Kostenpunkten kommt die Evangelische Kirche der Pfalz auf jährliche Kosten von 1-1,5 Millionen Euro in der Zukunft.
Der Oberkirchenrat stellte auch mögliche weitere Finanzierungsmodelle vor, wie Crowdfunding und eine Renovierung und großflächigere Nutzung der Internatsgebäude.
Interessant dabei ist: Die Schule kommt auf einen anderen Wert an Zuschussbedarf als die Kirche. Nämlich auf 0,5 Millionen Euro jährliche Kosten. So hat das die Verwaltung errechnet. Im Jahr 2025
war im Vergleich dazu ein Zuschuss von 2,3 Millionen Euro nötig.
Die Agentur Zielgenau hatte dabei im Vorfeld Varianten zur Nutzung des Internatsgeländes geprüft.
Nach der Vorstellung durch den Oberkirchenrat Müller, folgte eine emotionale und angeregte Debatte, in der sich die Synodalen einen Schlagabtausch lieferten. Im Mittelpunkt stand dabei ein Antrag
um die Synodalen Silbernagel und Janke, welcher einen Erhalt der Schule in kirchlicher Trägerschaft für weitere fünf Jahre vorschlug.
Das Hauptargument der Gegenseite waren dabei die dauerhaften Kosten, die bei einem Erhalt anfallen würden und dass man 2025 entschieden hätte, die Schule im Fall keiner Kostenneutralität
abzugegen und so eine Entscheidung für die Erhaltung nicht als glaubwürdig erscheinen würde.
Die Pro-Seite argumentierte mit dem öffentlichen Wert der Schule, der kirchlichen Arbeit mit Schüler:innen und den weitreichenden Folgen einer Abgabe.
Vor der Debatte berichteten die einzelnen Ausschüsse der Synode, wie sie über den Antrag abgestimmt haben. Ein zweiter Schlag ins Gesicht für die Schüler:innen, denn keiner der Ausschüsse stimmte
gegen eine Abgabe, sogar der Auschuss für Jugend, Schule und Bildung nicht. Er würdigt zwar die Arbeit der Schule, bedenkt aber, dass die Schule durch die Schließung des Internats pfalzweite
Bedeutung verloren hat und das stattdessen der allgemeine Religionsunterricht gefördert werden sollte.
In einer Pause versuchten die angereisten Schüler:innen per Gespräch oder mit Plakaten die Entscheidung zu beeinflussen. Auch andere Besucher:innen waren für diese Entscheidung gekommen.
Die Abstimmung war der dritte große Schlag für die Schüler:innen, die Mitarbeitenden und die Lehrkräfte. Die Synode entschied sich nicht nur dazu, die Schule in Zukunft nicht mehr zu tragen,
sondern fügte auf Antrag noch die Klausel hinzu, dass die Übergabe der Schule an das Land innerhalb des nächsten Jahres durchgeführt werden sollte. Ansonsten würde die Schule geschlossen werden.
Der Antrag für die Erhaltung der Schule wurde mehrheitlich abgelehnt. Insgesamt stimmten nur elf von 54 Synodalen gegen die Abgabe.
Im Anschluss an die Entscheidung verließen alle Schüler:innen den Saal. Als der Oberkirchenrat im Foyer aufmunternde Worte an die Anwesenden richten wollte, empfingen ihn Buh-Rufe.
Einen Satz hörte man auf der ganzen Veranstaltung immer wieder: „Ich habe den Glauben an meine Kirche verloren!"
Für viele der Anwesenden war das die Erkenntnis des Tages.
Was sagen Lehrer:innen und Schüler:innen zur Entscheidung der Synode?
Am Anfang stand für mich die Hoffnung. Als dann die Entscheidung fiel, die meine Schüler:innen und ich online verfolgt hatten, spürten wir die Fassungslosigkeit und Enttäuschung im Raum. Ohne Worte verließen wir ihn.
Die Schulgemeinschaft hat Unglaubliches geleistet in den letzten Jahren, um die Trägerschaft zu erhalten. Die Fahrrad-Demo, Arbeitskreissitzungen, die Fürsprecherkampagne, die Arbeit von SV und Elternvertreter:innen - und trotzdem diese ernüchternde Abstimmung. Gegen uns. Als seien wir der Kirche nichts mehr Wert. Als wärt ihr Schüler:innen nicht die Zukunft der evangelischen Kirche.
Einerseits fühle ich, dass uns dieses gemeinsame Arbeiten als Schulgemeinschaft noch enger zusammengeschweißt hat. Andererseits frage ich mich: Waren wir denn nicht auch schon vorher eine ganz besondere Schule, die es zu erhalten gilt?
Am Ende steht für mich wieder die Hoffnung: Dass Kirche und Kreis ernsthaft und zielführend daran arbeiten, dass es nach der Entscheidung der Abgabe - die wir nicht mehr ändern können - das Beste für jeden einzelnen Menschen der Schulgemeinschaft erzielt wird.
~Anonym
Mich persönlich hat die Entscheidung der Synode nicht wirklich überrascht, da sich dieses Ergebnis in den Tagen, bzw. Wochen davor bereits abgezeichnet hat. Dennoch war es dann ein Schock, wie eindeutig das Ergebnis ausfiel. Besonders betroffen machte mich die Art und Weise, wie über uns als Schule diskutiert wurde. Zwar respektierte man das Engagement des letzten Jahres sehr, aber man bekam deutlich das Gefühl, dass man nur ein Klotz am Bein sei und am Ende nicht die Werte, sondern das Geld entscheidend sind.
Für die Menschen, die hier täglich gerne zur Arbeit gehen und im letzten Jahr großen Einsatz gezeigt haben, ist der Ausgang der Synode ein Schlag ins Gesicht. Die Kirche hat so entschieden, um langfristig noch eine Rolle im Leben der Menschen spielen zu können, wobei sie meiner Meinung nach mit der Entscheidung genau das Gegenteil bewirkt.
Interessant wäre es zu sehen, wie viele Menschen wegen der Entscheidung aus der Kirche ausgetreten sind bzw. austreten werden und ob dieses Manöver im Endeffekt nicht nur einen großen Imageschaden, sondern auch ein finanzielles Fiasko für die Kirche bedeutet.
Was jetzt für jede:n Einzelne:n bleibt, ist die große Unsicherheit. Wie geht es für die Kirchenbemten und kirchlichen Angestellten weiter?
Bisher habe ich sehr gerne an der Schule gearbeitet und möchte das auch im gewohnten Kollegium weiter tun. Ob das möglich sein wird, wird die Zukunft zeigen.
~Anonym
,,Wir brauchen endlich Klarheit."
Dieser Gedanke wurde während der Debatte um die Zukunft unserer Schule immer wieder betont. Nach der Entscheidung der Synode gibt es diese Klarheit nun. Meiner Meinung nach in zweierlei Hinsicht. Zum Einen haben Schüler:innen, Eltern, Lehrkräfte, sowie alle weiteren Beschäftigten und Involvierten nun Gewissheit über die Zukunft der Trägerschaft. Zum Anderen setzt die Evangelische Kirche der Pfalz ein klares Zeichen. Immer wieder wurde auf die sinkenden Mitgliederzahlen und die Herausforderung verwiesen, junge Menschen für die Kirche zu gewinnen. Die Frage, die sich mir dabei stellt: Erreicht man die Jugend, indem man die Trägerschaft eines Gymnasiums aufgibt? Die Trägerschaft der einzigen Schule, die die Evangelische Kirche der Pfalz unterhält?
Während sich Kirchen in anderen Bundesländern bewusst für Bildung und junge Menschen stark machen, distanziert sich die rheinland-pfälzische Landeskirche immer weiter von den Jugendlichen.
Die evangelische Kirche wünscht sich Jugendliche, die sich in Gemeinden engagieren, Gottesdienste besuchen und kirchliches Leben mitgestalten. Doch was tut sie im Gegenzug für die Jugend?
Mit der Abgabe der Trägerschaft sendet sie für viele junge Menschen ein enttäuschendes Signal. Sie entscheidet sich bewusst gegen einen ihrer wichtigsten Berührungspunkte mit der jungen Generation - und damit auch gegen einen Teil ihrer Zukunft.
Meiner Ansicht nach lassen sich finanzielle Engpässe nicht lösen, indem man gerade dort spart, wo junge Menschen erreicht, begleitet und unterstützt werden können. Denn das Evangelische Trifels-Gymnasium in Annweiler vermittelt nicht nur Wissen, sondern macht Schülerinnen und Schüler mit dem christlichen Glauben vertraut und schafft eine aktive Verbindung zur Kirche - dabei spreche ich aus Erfahrung.
Aus diesen Gründen kann ich die Gedankengänge und Argumente der Synodalen keinesfalls nachvollziehen. Wärend der Tagung habe ich gehofft, die Mitglieder würden zur Vernunft kommen - leider war dies nicht der Fall.
~Lucy Deutsch
Ich bin nicht gläubig. Trotzdem habe ich in den letzten Jahren nie darüber nachgedacht, aus der Kirche auszutreten und der Hauptgrund dafür ist das ETGA. Jeden Tag in eine Schule zu gehen, in der christliche Werte gelebt werden, abhängig und unabhängig vom Glauben, hat mir gezeigt, dass es die evangelische Kirche Wert ist, von mir unterstützt zu werden.
Das ETGA war ein maßgeblicher Faktor in meiner Wahrnehmung der Kirche und immer wenn es hieß, die Kirche mache nichts für die Jugend, konnte man diese Schule als glänzendes Gegenbeispiel aufzeigen.
Die Entscheidung der Synode hat mich nicht nur enttäuscht. Sie hat mir klar gemacht, dass die zukünftigen Generationen an Schüler:innen eine andere Schule erleben werden. Und sie hat mir gezeigt, dass die Kirche nicht willig ist, in die Jugend und die Bildung zu investieren und stattdessen andere, meiner Meinung nach teilweise unnötige Projekte finanziert, was ich sehr schade finde und im Anbetracht dessen, dass vor allem viele junge Menschen in den letzten Jahren aus der Kirche austreten und ausgetreten sind, auch von Seiten der Kirche nicht nachvollziehen kann.
~Anonym
Die Nachricht, dass unsere evangelische Schule zukünftig staatlich wird, hat mich sehr geschockt. Die evangelische Trägerschaft hat unsere Schule jahrelang mit ihren Traditionen und Werten geprägt. Die Veränderung bringt viele Fragen und Sorgen in mir auf, etwa wie sich die Umstellung auf den Bildungsweg der jüngeren Klassen und auf die kirchlich verbeamteten Lehrer:innen auswirkt. Sie sind ein wichtiger Teil unserer Schulgemeinschaft und es wäre schade, wenn durch diese Veränderung ein Teil dessen verloren ginge, was unsere Schule über viele Jahre besonders gemacht hat.
Dazu kommt für mich der religiöse Aspekt: Unabhängig davon, wie religiös einzelne Schülerinnen und Schüler sind, haben christliche Werte wie Respekt, Toleranz und Verantwortung unser Miteinander an der Schule geprägt - durch Gottesdienste, Andachten oder gemeinsame Aktionen. Es ist schade, dass die Kirche trotz unseres großen Engagements die Trägerschaft abgibt und unsere Stimmen nicht erhört wurden.
~Lotta Franz
Immer wenn ich an den Fakt denke, dass die Kirche die Trägerschaft abgegeben hat, bin ich wütend und traurig. Ich liebe es, hier zur Schule zu gehen und finde, dass wir hier eine ganz besondere Schulgemeinschaft haben, die sich durch ein respektvolles und christliches Verhalten definiert.
Gerade deshalb finde ich es einfach enttäuschend, dass man unsere Bitten und Aktionen, unsere Überzeugungen, diese Schule aus guten Gründen weiter evangelisch zu führen, ignoriert und der Fokus der Kirche eindeutig auf dem Finanziellen liegt und nicht auf dem Zwischenmenschlichen, was eigentlich so sein sollte. Zumal es der Kirche darum geht, die Jugend anzusprechen, was sie so definitiv nicht erreicht.
Und auch wenn ich weiß, dass ich nächstes Jahr Abitur schreibe und dann ,,fein raus bin", frustriert mich diese Entscheidung sehr und ich kann mir kaum vorstellen, wie sich viele vor Unsicherheit fühlen müssen, die es weitaus mehr betrifft.
Ich hoffe, dass die Kirche einsehen kann, dass sie einen Fehler gemacht hat und dass unsere Schule noch viele Jahre so bleiben kann, inklusive der Lehrkräfte, die kirchlich beamtet/angestellt sind.
~Letta Hinnersmann
Mich frustriert einfach nur der Aspekt, wie die Kirche mit uns: Schüler:innen, Lehrer:innen, Eltern usw. umgegangen ist. Ich habe die Synode mitverfolgt und frage mich im Nachhinein, ob es vielleicht besser ist, nicht mehr von solchen Menschen unterstützt zu werden.
Dieses Verhalten unserer Schule gegenüber war und ist unter aller Kanone. Ich kann nicht beschreiben, wie sehr mich dieser Moment, als die Entscheidung fiel, von Wut und Enttäuschung geprägt hat.
Ich finde es echt schade, dass nicht in Bildung Jugendlicher finanziert wird, sondern in irgendwelche anderen Projekte, die viel teurer und unnötiger als eine Schule sind.
,,Hauptsache, es muss nicht in Bildung investiert werden!"
Würde ich Herrn Müller begegnen, müsste ich mich echt zurückhalten, nicht crashout zu gehen.
Sie können ,,Millionen-Projekte" finanzieren, jedes Mal für die Synode das Technik-Museum in Speyer für 3.000 € mieten, da ist das Geld egal, aber wenn es um Bildung geht, reicht das Geld nicht? - Ich glaube, ich spinne! Was sind das für Gründe?
Hauptsache, Sie haben einen warmen Arsch und Erfolg in Ihrer Kack-Karriere!
Und eins kann ich Ihnen sagen: Bald haben Sie wirklich kein Geld mehr, da sehr viele die Kirche auf Grund dessen verlassen werden. Da können Sie dann mal glotzen und gucken, woher Sie Ihr Geld bekommen - auf jeden Fall nicht mehr von uns!
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der nächsten Synode, bei der Sie sich aus anderen wichtigen Gründen rausziehen, solange es Ihnen damit gut geht.
Kein Problem!
~Anonym
Ausblick - Was birgt die Zukunft?
Die Kirchenregierung wurde durch die Synode beauftragt, nun mit dem Kreis und Land in Gespräche zur Übergabe der Schule in staatliche Trägerschaft zu gehen. Das birgt bei Mitarbeitenden,
Lehrkräften und Schüler:innen große Sorge. Für manche steht der Job auf dem Spiel, für andere die Schule.
Die Evangelische Kirche hat laut Oberkrichenrat Müller schon diese Woche die ersten Gespräche geführt und ist mit der ADD und dem Land in Kontakt. Sein Ziel: Eine bestmögliche Lösung für alle
Beteiligten zu finden.
Er verspricht: „Sobald es belastbare Zwischenergebnisse oder Entscheidungen gibt, werden wir die Schulgemeinschaft zeitnah informieren. Mir ist
bewusst, dass die Zeit bis dahin nicht leicht ist. Wir werden die Gespräche mit großem Engagement und hoher Verantwortung führen und alles daransetzen, eine für Schülerinnen und Schüler, Eltern
und Beschäftigte bestmögliche Lösung zu erreichen."
Der Landrat Seefeldt bedauert die Abgabe zutiefst und betont, dass die Schule „jahrzehntelang die Schullandschaft auf dem Gebiet des Landkreises Südliche Weinstraße geprägt und bereichert" hat. Das ETGA ist für ihn „eine der wichtigsten Bildungseinrichtungen im ländlichen Raum der Pfälzerwald-Region". Nicht zuletzt habe er sich auf der Seite der Schule für den Erhalt engagiert. Deswegen gilt für ihn und den Kreis: „Wir wollen erreichen, dass junge Menschen weiterhin in Annweiler Abitur machen können. Dafür werden die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung, der Behörde, die ich als Landrat leite, der gesamte Kreisvorstand und ich jetzt kämpfen."
Er merkt aber auch an, dass er keine andere Schule kennt, die in so kurzer Zeit die Trägerschaft gewechselt hat.
Der Schulelternbeirat will als „oberstes Anliegen an einem positiven und stabilen
Übergangsprozess im Sinne unserer Kinder [mitwirken]. [Er] möchte[…] aktiv dazu beitragen, den Übergang so reibungslos und gelingend wie möglich zu gestalten" und bedauert die
Entscheidung der Synode.
Nicht zuletzt möchte die erweiterte Schulleitung eine verlässlische Lösung, besonders im Hinblick auf das Personal und eine Weiterführung der schulischen Angebote und christlicher Werte. Auch
eine offene Kommunikation von Seiten des Landes, des Kreises und der Kirche wünschen sie sich. Sie plädieren: „Aus dem Ende einer Trägerschaft darf kein
Ende unserer gemeinsamen Geschichte werden. Vielmehr kann dies ein neuer Anfang sein — ein Moment, in dem das Evangelische Trifels-Gymnasium seine Stärken bewahrt, seine Werte weiterträgt und
zugleich wachsen kann."
Wir haben auch den Gemeindepfarrer Annweilers angeschrieben und ihn um Stellungsnahem gebete. Leider hat er uns bis zur Veröffentlichung dieses Artikels nicht geantwortet.
Die Statements zeigen, dass alle Institutionen und Beteiligten engagiert an einer guten und tragfähigen Lösung arbeiten wollen. Das Gespräche schon ca. eine Woche nach der Entscheidung geführt
werden, ist nicht nur im engen Zeitplan nötig, sondern zeigt auch, wie wichtig es allen Beteiligten ist, dass die Schule nicht geschlossen wird.
Es ist also Platz für Hoffnung für die nächsten Jahre.
Im nächsten Jahr steht zumindest fest: Der Schulbetrieb wird wie gehabt weitergeführt!
Für die Kirche bedeutet die Abgabe zudem auch zahlreiche Kirchenaustritte, erfährt die Redaktion aus persönlichen Gesprächen mit Schüler:innen und Eltern.
Klar ist: Die Entscheidung hat Wellen geschlagen, denn auch Schüler:innen aus Ludwigshafen haben von der Entscheidung Wind bekommen. Es könnten also noch weiter Austritte sowie Kritik an der
Kirche in den nächsten Wochen folgen!
Letta und Lasse




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