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Wenn Farben sterben

Lesezeit: circa 1 Minute 

 

Dunkle Strähnen im Gesicht,

Leben in der Dunkelheit.

Angst vor jedem kleinen Licht

und der doch so nahen Grausamkeit.

 

Die Farben sind längst weggewaschen,

Finsternis gewinnt den Kampf.

Wie tausend Steine in den Taschen,

benebelt von ein bisschen Dampf.

 

Zerstört wie ein schwaches Feuer,

in kaltes Wasser eingetaucht.

Früher war das Glück noch treuer,

die Flamme wurde noch gebraucht.

 

Es ist, als wärst du farbenblind,

die Welt ist schwarz und grau.

Hörst, wie schön die Farben sind,

doch erinnerst dich nicht genau.

 

Klingen in der Hand, das Monster droht.

doch was ist schlimmer als das Leiden,

 was ist leichter als der Tod?

Vielleicht die Stille nach dem Schneiden.

 

Die Stimmen klingen so gedämpft,

immer leiser, scheint es hier.

Dachtest, du hast dich freigekämpft,

aber hast vergessen, das Monster ist in dir.

 

 

 

Anonym

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