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Fridolin der Schnelle

Lesezeit:10 Minuten;

 

Vor vielen, vielen Jahrtausenden haben die Tiere unsere Erde regiert. Sie bauten Städte, fuhren Autos, liefen auf zwei Beinen und hatten schon Handys. Sie waren so fortgeschritten, wie wir Menschen heutzutage. Hühner haben den Weltraum erkundet, die Füchse arbeiteten im Finanzamt und die Schildkröten fuhren Rennen mit Formel-1 Autos. Eine von diesen Schildkröten war Sven. Er war der beste Fahrer auf dem ganzen Planeten. Sein Sohn Fridolin wollte genauso berühmt werden wie sein Vater. Vor jedem Rennen fragt er seinen Vater, ob er auch mal mitfahren dürfe. Sein Vater antwortete jedesmal: ,,Du bist noch zu jung dafür."

20 Jahre später war Fridolin auch endlich erwachsen, aber er hatte seinen Traum vom Rennfahren schon lange aufgegeben. Denn sein Vater hatte einen schweren Unfall während einer seiner Rennen gebaut. Seitdem saß er nur noch im Rollstuhl. Fridolin wollte trotzdem noch Renfahrer werden, aber sein Vater hatte es ihm ausgeredet. Deshalb saß er nun im Büro und musste langweilige Berichte durchlesen. Während er im Internet war, um sich mal kurz abzulenken von seiner langweiligen Arbeit, erschien plötzlich ein Pop-Up für Tickets für das große Schnellington rennen. Da erinnerte er sich an früher, als er immer Rennen fahren wollte. Und auf einmal kam ihm die Idee, Rennfahrer zu werden. Fridolin dachte den ganzen Tag daran und als er abends heimkam, beschloß er seinen Kindheitstraum wahr werden zu lassen. Er bewarb sich noch am selben Abend bei Carrara (die Agentur des Rennsports) um hoffentlich angenommen zu werden und Rennen fahren zu können. Fridolin hätte zwar nicht gedacht, dass es so lange dauert, aber nach 5 Wochen schrieb Carrara zurück. Sie schrieben:

,,Lieber Herr Skröte,

 vielen Dank für ihre Bewerbung, aber leider können wir Ihnen diese Saison keinen Platz mehr geben. Nächste   Saison können wir Ihnen aber einen Platz bei Schercedes anbieten, da Bernd Ski seine Karriere beendet. Wir hoffen   auf eine schnelle Antwort.

 Carrara"

Fridolin konnte sein Glück kaum glauben und schrieb schnell eine Antwort an Carrara. Und schon nach 10 Minuten wusste seine ganze Nachbarschaft was sie in 1 Jahr erwarten würde. Am nächsten Tag hängte er an seinen Schreibtisch einen Kalender, um zu sehen wie lange es jeweils noch dauert. 10 Tage später fing Fridolin an sich zu fragen, wie man Rennfahren lernt. Er wollte zuerst seinen Vater fragen, ob er es ihm erklären würde, aber dann erinnerte er sich, dass er gegen Rennfahren war. Fridolin googelte dann nach Rennfahr Trainer*innen im Internet. Er fand dann Moka Tze. Sie war eine Ex-Rennfahrerin und hasste Katzen. In ihrer Karriere hatte sie 25 Titel in 15 Jahren. Das war auch der Rekord für die meisten Titel in 15 Jahren. Fridolin schrieb sie an und fragte, ob er ein paar Einheiten üben könnte. Er wartete den ganzen Abend auf eine schnelle Antwort, aber es kam keine. Erschöpft und auch ein bisschen traurig ging Fridolin ins Bett und schlief direkt ein. Am nächsten Morgen wurde er unsanft von seinem Wecker geweckt und er schaute direkt, ob er eine Nachricht bekommen hatte. Und tatsächlich hatte er eine Nachricht bekommen, in welcher stand:

,,Hallo Herr Skröte,

 ich würde mich freuen, Ihnen bei Ihrer Rennsport-Karriere zu helfen, denn ich finde es immer schön zu sehen, wie solche Karrieren anfangen. Wir können uns am Freitag um 7 bei der alten Rennstrecke treffen, um einmal die Anfänge zu besprechen.

Einen schönen Tag Ihnen.

Moka Tze"

Fridolin wusste gar nicht, was er sagen sollte, aber er bemerkte schnell, dass er nun noch zur Arbeit musste. Er stürmte schnell aus dem Haus und fuhr genauso zügig zur Arbeit nachdem er in sein Auto stieg. Dort angekommen musste er den Tag noch überstehen und danach auch noch den anderen. Als er dann daheim um 18 Uhr ankam, aß er noch schnell etwas und ging anschließend zur alten Rennstrecke. Dort wartete schon Moka Tze auf ihn mit ihrem alten Rennwagen. Sie begrüßten sich und Moka brachte ihm erst einmal die Grundlagen bei. Die beiden waren zwar für 3 Stunden da, aber es fühlte sich für beide wie eine halbe Stunde an. Fridolin und Moka einigten sich darauf, sich jede Woche Freitags um 7 zu treffen. 

Die Monate gingen vorbei und Fridolin konnte schon alles was er für seine erste Saison brauchte. In den nächsten Monaten mussten sie noch Fridolins Können etwas Feinschliff geben, aber schließlich fuhr er so gut wie sein Vater in seinen besten Tagen. Trotzdem übten die beiden jeden Freitag weiter, da die Saison erst in 2 Monaten startete. 

2 Monate später durfte Fridolin endlich sein erstes Rennen fahren. Er war schon sehr aufgeregt. Da kam Moka auf ihn zu und sagte: ,,Mach dir keine Sorgen, Kleiner. Du bist gut versichert bei einem Unfall. Außerdem haben wir so gut geübt, dass ich mir keine Sorgen machen muss. Falls was ist, meld dich durch das Mikro in deinem Helm. Ich helf dir dann und bin auch deine mentale Hilfe." Diese Worte gaben Fridolin Mut und Selbstvertrauen. Er stieg in seinen Wagen und fuhr an den Start. Die Ränge füllten sich immer mehr und auf einmal hörte Fridolin das Piepen des Startsignals. Er konzentrierte sich nun auf die Ampel. Erst war es rot, dann war es immer noch rot, aber auf einmal war es grün! Fridolin hatte es nicht schnell genug gemerkt und dadurch waren die anderen am Anfang schon weit vorne. Fridolin musste jetzt so schnell fahren wie er konnte und am besten noch die Ideallinie nehmen, um noch eine Chance auf den Sieg zu haben. Auf einmal hörte er Moka durch sein Headset sagen:"Komm schon. Du packst das. Platz 19 ist nicht mehr weit entfernt. Also drück auf die Tube." Fridolin war nun entschlossener und überholte ein paar Sekunden später den 19. Platz. 

45 Runden später befand sich Fridolin auf dem 2. Platz, denn er hatte sich gut durchgekämpft und hatte den Boxenstop auch so wenig wie möglich besucht. Fridolin sah schon den ersten Platz, aber das Rennen ging nicht mehr lange. Moka sagte Fridolin durch das Headset: ,,Versuch den zweiten Platz zu halten. Es wird unmöglich den ersten Platz zu bekommen. Wenn du versuchst ihn noch zu überholen, dann ist dein Tank leer und die anderen überholen dich wieder." Aber Fridolin hörte nicht auf Moka. Er drückte nochmal aufs Gaspedal und versuchte den ersten Platz noch zu überholen. Und zur Überraschung von allen, egal auf der Tribüne oder in der Boxengasse, schaffte Fridolin es als erstes ins Ziel. Er freute sich und es kamen ihm Freudentränen. Außerdem hörte Fridolin durch sein Headset Moka. Sie rief: ,,Super Rennen. Ich bin stolz auf dich" 

Einige Zeit später war Fridolin ausgestiegen und ging zum Podium. Dort bekam er seinen Pokal und durfte sich mit Champagner feiern lassen. 

Am Abend, als Fridolin daheim angekommen war und seinen ersten Pokal ins Regal gestellt hatte, klingelte plötzlich sein Handy. Fridolin fragte sich wer um diese Zeit anrief. Als er auf das Display seines Handy schaute, sah er, dass es sein Vater war. Fridolin bekam es mit der Angst zu tun, da sein Vater gegen Rennfahren war. Aber Fridolin nahm all seinen Mut und nahm den Anruf an. Er hörte ihn direkt sagen: ,,Junge, ich bin stolz auf dich. Ich habe das Rennen vorhin im Fernsehen gesehen. Tier, bist du gut gefahren! Das hätte ich nicht besser hinbekommen." ,,Danke Papa", bedankte sich Fridolin bei seinem Vater, "Ich hab das Rennfahren wohl im Blut." Sein Vater antwortete darauf: ,,Ja das stimmt wohl. Aber denk daran, nächste Woche hast du dein nächstes Rennen. Die Saison hat erst begonnen." ,,Stimmt, da war was. Vielleicht hol ich ja da wieder den Sieg.", sagte Fridolin. Sein Vater antwortete darauf: ,,Sei dir da nicht so sicher, die anderen Fahrer sind auch gut. Aber bestimmt nicht so gut wie du. Ich bin sicher, du packst das." Fridolin antwortete: ,,Ja, das werde ich."

 

Adrian


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