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Interview mit dem Förderverein

Lesezeit: 26 Minuten; 

 

Julia: Zu Beginn können Sie vielleicht etwas über sich selbst erzählen.

 

Patrick Störtz: Ja, hallo, mein Name ist Patrick Störtz und ich bin der erste Vorsitzende von unserem Förderverein des Evangelischen Trifels-Gymnasiums Anweiler. Ich bin 54 Jahre alt, wohne mit meiner Familie hier in Anweiler am Trifels und unser Sohn Luis besucht derzeit die elfte Klasse.

 

Thorsten Hertel: Ja, mein Name ist Thorsten Hertel, ich bin 51 Jahre alt, komme aus Rinnthal und ich habe 1994 hier selbst Abi gemacht, bin also ein ehemaliger Schüler vom TGA - wie es damals noch hieß - und bin Kassenwart vom Förderverein und habe auch eine Tochter in der elften und einen Sohn in der sechsten Klasse.

 

Dorian: Was sind die wichtigsten Projekte, die der Förderverein bereits umgesetzt hat?

 

Patrick Störtz: Ja, es gibt ganz viele Projekte und was wir uns auf die Fahne schreiben, ist, wir wollen Qualität in die Schule bringen, wir wollen sie nicht nur halten, sondern wir wollen unsere Schule vorwärts bringen. Der Förderverein steht für Investitionen in die Ausstattung. Das kann ganz vieles sein, es können sein Musikinstrumente, das können Mittel sein für die einzelnen Fachschaften, für den Unterricht. Ein ganz herausragendes Beispiel, und da sind wir sehr stolz drauf, das ist unser Haus des Lernens und das durften wir bei Gründungmit ausstatten. Da ist also eigentlich die komplette Innenausstattung, das ganze Material und, und, und, durch den Förderverein finanziert, mit einem Betrag von rund 40.000 Euro als Beispiel. Wenn man so ein bisschen jetzt aktuell zurückguckt, wir konnten die kompletten Keyboards erneuern, das war eine sehr notwendige Investition, wir haben auch Projekte zum Beispiel zur Prävention gefördert, beispielsweise über Cyberkriminalität und ähnliches, also auch dafür steht der Förderverein.

 

Thorsten Hertel: Zu erwähnen wäre vielleicht, dass wir insgesamt so mittlerweile bei rund 160.000, 170.000 Euro an Fördersumme, die wir bereitgestellt haben, stehen. Und das ist auch ganz klar, wir fördern Projekte am ETGA in verschiedener Hinsicht, ob das jetzt Musik, Bildende Kunst oder andere Fachschaften sind, das sind immer Dinge, die über den Regelschulbetrieb hinausgehen, also die jetzt nicht selbstverständlich an einer Schule ohne Förderverein, einer staatlichen Schule, stattfinden, zum Beispiel auch das Stratosphärenprojekt der Fachschaft Physik, diesen Wetterballon, der mit Messdaten dann geführt wird, also das sind so Beispiele, die wir uns auf die Fahne schreiben.

 

Julia: Okay, danke. Wie kommt es zur Umsetzung von diesen Projekten, werden Anträge von der Schule gestellt oder sponsert der Förderverein auch in Eigeninitiative?

 

Thorsten Hertel: Also Eigeninitiative seltener, meistens ist es so, dass eine Fachschaft oder auch einzelneLehrkräfte ein Projekt starten, aktuell das Kunstprojekt, was in Speyer auch ausgestellt wird, solche Dinge, die treten dann an uns heran und wir werden es dann mitnehmen in die Sitzung und darüber abstimmen, ob dieser Förderbetrag übernommen wird. Meistens übernehmen wir das auch, ist ja auch richtig so. Dann wird es über die Schule abgewickelt, die bezahlen das dann auch erstmal aus dem Schuletat und wir erstatten das dann an die evangelische Kirche als Träger zurück.

 

Patrick Störtz: Genau, ergänzend dazu, die Vorstandschaft des Fördervereins tagt einmal im Quartal und oftmals ist es dann so, dass das vielleicht auch ein bisschen zu lange dauert. Wir kriegen in der Regel dann von der Fachschaft den Antrag und wir gucken dann schnell, wenn es auch zu lange bis zum nächsten Termin für die nächste Versammlung dauert, dass wir uns schon per E-Mail sehr rege austauschen, das kann auch mal durchaus sein, dass das mal in Teams durchgeführt wird, dass wir auch einfach ein bisschen schneller reagieren können, weil wir auch wirklich gucken wollen, dass wir diese Fördermittel so schnell wie möglich bereitstellen.

 

Dorian: Dann wäre unsere nächste Frage, wie kann man Mitglied beim Förderverein werden?

 

Patrick Störtz: Ja, jetzt habe ich dummerweise ausgerechnet heute keinen Mitgliedsantrag dabei, sonst hätte ich den gleich verteilen können. Nein, es gibt einen ganz normalen Mitgliedsantrag, den kann man auf der Homepage herunterladen. Was wir aber eigentlich auch machen, ist immer sehr viel Werbung, das ist beispielsweise, wenn unsere Fünftklässler hier neu anfangen, die werden empfangen, auch mit einem kleinen Geschenk. Beim Einstellungsgespräch wird dieser Antrag eben schon mitverteilt und von daher einfach Mitgliedsantrag ausfüllen und dann einfach im Sekretariat oder auch bei uns persönlich abgeben und dann wird man in der Regel ganz schnell Mitglied.

 

Julia: Wann und mit welchem Hintergrund wurde der Förderverein gegründet und wie hat er sich seit der Gründung weiterentwickelt?

 

Thorsten Hertel: Ja, also man muss ihn ja abgrenzen zum Freundeskreis, deshalb sind wir ja auch ein bisschen hier, um das mal so ein bisschen darzustellen. Der Freundeskreis ist eine ganz alte Einrichtung, und 2013 etwa war dann wieder das Problem, dass die Schließung oder der Rückzug des Trägers der Evangelischen Kirche wieder im Raum stand und aus dieser Not heraus hat sich der Förderverein gegründet, aus der Elternschaft heraus, um ein deutliches Zeichen zu setzen, dass die Eltern hinter dieser Schule stehen und da auch was beitragen wollen mit ihrer Mitgliedschaft und die sind jetzt seit über zwölf Jahren aktiv. Ich glaube, du bist länger dabei, auf jeden Fall länger als ich, aber Gründungsmitglied schon?

 

Patrick Störtz: Kein Gründungsmitglied. Ich bin mit dem Schuleintritt von Luis dazugestoßen, gleich als zweiter Vorsitzender, und habe im vergangenen Jahr den ersten Vorsitz übernommen. Es ist eine sehr gute Frage eigentlich, weil es eigentlich wieder genau unsere aktuelle Zeit widerspiegelt. Die Probleme waren damals die gleichen, Finanzen etc. und die Schule stand auf der Kippe. Man hat ja damals auch den Entscheid getroffen, das Internat zu schließen.

Was damals wirklich bemerkenswert war, war einfach dieses großartige Engagement der Eltern, die gesagt haben, wir setzen hier ein Zeichen für den Erhalt der Trägerschaft. Damals ging auch dieses Projekt mit dem Haus des Lernens los, was sehr erfolgreich natürlich war, und auch die Mitgliederentwicklung. Damals war man relativ schnell bei 100 Mitgliedern und ich glaube, wir konnten es in den letzten beiden Jahren, Thorsten, korrigiere mich, wenn ich was falsches sage, aber wir sind bei rund 140 Mitgliedern mittlerweile.

 

Thorsten Hertel: Ja, da war in den letzten beiden Jahren schon ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen. Wahrscheinlich auch mit dem Hintergrund, dass wieder die Schulschließung irgendwo aufgetaucht ist, so das Damoklesschwert, aber mittlerweile sind wir bei rund 140.

 

Patrick Störtz: Absolut, und wir sind natürlich nicht zufrieden. Ich glaube, wir haben 700 Schüler und 140 Mitglieder und ich glaube, da geht bestimmt noch was und dann machen wir einfach mal den Aufruf, unterstützen Sie den Förderverein, unterstützen Sie die Schule und somit leistet man natürlich auch aktiv ganz klaren Beitrag für den Erhalt der Trägerschaft an unserer Schule.

 

Dorian: Dann hätten wir noch eine Frage zur Webseite. Da steht nämlich, dass auch Unternehmen den Förderverein unterstützen und wir würden gerne wissen, ob Sie uns dazu noch konkreter etwas erzählen könnten.

 

Patrick Störtz: Gute Frage. Im Moment haben wir relativ wenig Kontakt zu Unternehmen, aber es gibt durchaus mal auch das eine oder andere Projekt, wo man wirklich auch mal versucht, an Unternehmen heranzutreten und auch eine entsprechende Förderung zu kriegen. Da geht es ja auch so ein bisschen um das Projekt Fundraising in der Zukunft, da schauen wir ein bisschen nach vorne, um uns besser auszurichten und wir wollen beispielsweise auch jetzt für das nächste Ehemaligenfest uns ein bisschen platzieren und auch da gezielt die Gespräche suchen mit ehemaligen Schülern, die eben momentan auch beruflich aktiv sind und versuchen da Kontakte zu knüpfen, wie man vielleicht auch da an weitere Fördermöglichkeiten kommen könnte.

 

Julia: Da haben Sie ja schon ein bisschen was zu gesagt, aber wie könnte die Zukunft des Fördervereins jetzt in Bezug auf die eventuelle Aufgabe der Trägerschaft der evangelischen Kirche aussehen?

 

Thorsten Hertel: Das ist eine interessante Frage, ja. Wir als Förderverein sehen unsere Rolle eigentlich in Zukunft nicht anders wie bisher auch. Also, dass wir jetzt irgendwie Gelder, ich möchte nicht sagen eintreiben, aber Gelder generieren zum Erhalt oder, ich weiß nicht, Beiträge uns überlegen, damit die Schule erhalten bleibt, das wird relativ schwierig. Ich sehe uns weiterhin als einen Verein, der die Arbeit unterstützt, aber mit Sicherheit nicht durchführt, für die Trägerschaft. Also da muss schon weiterhin auch die Kirche und auch das Land und der Kreis für die notwendigen Gelder sorgen und für diese Verwaltung sind wir nicht zuständig. Wir hoffen, dass wir dann weiterhin Eltern auf unserer Seite haben, die den Verein unterstützen, damit wir eben diese Projekte weiterführen können. Diese zusätzlichen Projekte. Mit gewissen Dingen muss man als Schule einfach ausgestattet sein, aber gewisse Dinge sind einfach ein Bonus und den wollen wir bereitstellen.

 

Dorian: Genau. Dann gehen wir von dem Thema wieder ab und fragen, was Sie persönlich dazu bewogen hat, dem Förderverein beizutreten.

 

Patrick Störtz: Also das Evangelische Trifelsgymnasium ist ja wirklich eine Institution, die gehört einfach zu Annweiler. Und ich habe das Trifelsgymnasium in meinen jungen Jahren nicht besucht, ich habe diesen Weg über den zweiten Bildungsweg damals gesucht gehabt, über eine klassische Ausbildung nach der Realschule und habe dann später eben das Abitur in Landau nachgeholt. Aber dennoch ist ja das Trifelsgymnasium, das Evangelische Trifelsgymnasium, immer präsent gewesen. Man hat viele Bekannte, viele Freunde gehabt. Und für unseren Luis war es klar, nach der Grundschule und als er seine erste Runde hier bei diesem Tag der offenen Tür gedreht hat, da hat er gesagt, Papa, hier muss ich her. Und ich sage, ja, das ist eine sehr gute Wahl.

Und für mich war auch ganz klar, dass ich mich dann natürlich auch für diese Schule engagiere, im Förderverein. Es war eine Selbstverständlichkeit, in den Verein einzutreten. Ich denke, wir sind die einzige Schule in evangelischer Trägerschaft in Rheinland-Pfalz. Das ist was ganz Besonderes. Und man bedenkt eins, es werden hier ganz viele Schüler ausgebildet, die erfahren eine Prägung für ihr ganzes Leben. Und das strahlt ja auch weiter aus. Und ich bin der festen Überzeugung einfach, dass unsere Schullandschaft und genau diese Einstellung, diese Prägung, die hier vermittelt wird, sehr, sehr nötig ist. Und das Ganze auch zu unterstützen.

 

Thorsten Hertel: Ja, bei mir ist es halt so, ich kam 1987 hier an die Schule. Interessanterweise gab es damals zu dem Zeitpunkt noch keine fünfte und sechste Klasse. Also das TGA startete damals mit der siebten Klasse. Ich hatte also zwei Jahre Orientierungsstufe in der Realschule Annweiler und kam dann hierher. Es gab noch das Internat. Ich hatte also ganz viele Freunde aus ganz Rheinland-Pfalz, teilweise auch über die Grenze hinaus, zu denen ich auch heute noch Kontakt habe. Und wie gesagt, war ich dann bis 1994 hier an der Schule und durfte Abi machen. Und das war für mich eine Herzensangelegenheit hier.

Ich muss auch zugeben, ich bin auch im Freundeskreis drin und im Förderverein, weil, so wie Patrick auch schon gesagt hat, rückblickend war das eine fantastische Zeit hier. Also was ich hier erfahren habe, man wird geprägt natürlich vom Elternhaus, klar, aber an zweiter Stelle war das diese Schule mit den Lehrern und den Freunden, die man hier hatte. Das hat für das ganze Leben einem so viel gebracht. Und diesen gewissen Spirit will man auch irgendwo erhalten. Das ist eine Schule, die eigentlich seinesgleichen sucht hier in dem Umkreis. Natürlich gibt es noch andere Gymnasien, aber eben nicht das ETGA.

 

Julia: Dann, wie sieht die Situation im Förderverein intern aus? Also wer übernimmt welche Aufgabe, wie oft treffen Sie sich und auch, was muss man als Mitglied selbst leisten?

 

Thorsten Hertel: Also wir sind so 134, 140 Mitglieder. Man muss also schon sagen, zahlende Mitglieder. Also die ihren Mitgliedsbeitrag entrichten pünktlich, wobei das ist ja eine Lastschrift, das geht automatisch. Aber natürlich, wir haben jetzt in zwei Wochen unsere Mitgliederversammlung. Also jedes Mitglied ist aufgerufen, da auch beizuwohnen. Es gibt einen Kassenbericht, wie die Finanzen sind. Es ist das Recht von jedem Mitglied, das auch zu erfahren. Aber es ist leider so, dass an solchen Abenden der Vorstand, das heißt fünf Personen, und der Herr Jung, die Schulleitung, anwesend sind. Und darüber hinaus ist es eher selten, dass ein Mitglied bei so Sitzungen dabei ist. Und wenn man dann aus dem Amt ausscheidet, ist es manchmal schon ein bisschen problematisch, das auch wieder nachzubesetzen. Weil jeder dann sagt, nee, ich möchte mir da jetzt nicht noch zusätzliche Arbeit aufladen. Klar, wir treffen uns alle drei Monate und wenn was anliegt, auch mal zwischendurch. Natürlich sind wir jetzt ein bisschen mehr involviert mit der Trägerschafts-Thematik.

In der Taskforce sind Patrick vertreten und die Stellvertretende. Und dann muss man jetzt halt mal in den sauren Apfel beißen und auch ein paar Termine wahrnehmen. Ansonsten sind wir beim Ehemaligenfest dabei, am Tag der offenen Tür, übernehmen mal einen Ausschank, am Ende des Schuljahres, beim Sommerfest. Es hält sich in Grenzen, eigentlich.

 

Patrick Störtz: Ja, also der Aufwand ist überschaubar, kann man sagen. Es macht aber auch Spaß, für euch da zu sein. Und natürlich auch, dass wir uns für euch auch einsetzen, für die Schüler hier. Und natürlich auch für die Lehrer, wenn die entsprechenden Anträge kommen. Weil ich denke, es ist ja eine Gemeinschaft, das bringt ja allen etwas. Wenn man gutes Material hat und dann kann der Lehrer besser unterrichten und die Schüler lernen einfach besser und es soll auch Spaß machen.
Ja, was macht denn so ein Vorsitzender? Ich berufe die Sitzung ein, ich leite die Sitzung. Wir haben eine Stellvertretung natürlich, falls ich mal ausfalle oder an einem Termin nicht teilnehmen kann. Der Thorsten hat viel Arbeit, muss ich sagen. Er ist der Kassenleiter und muss natürlich schon gucken, dass die Finanzen stimmen. Wenn ein Antrag reinkommt, wird über den natürlich abgestimmt, dann kommt meistens die Meldung an die Fachschaft zurück. Jawohl, natürlich machen wir das sehr gerne. Dann wird natürlich auch die Verwaltung eingebunden, unsere Jessica Leonhardt, unsere Julia Juntel, mit denen wir natürlich auch sehr hervorragend und sehr eng zusammenarbeiten. Das heißt, das Projekt wird auf den Weg gebracht. Das Material wird bestellt oder beispielsweise, es wird initiiert, dass eine Veranstaltung zustande kommt und, und, und. Und im Nachgang wird eben auch dann die Bezahlung ausgeführt, so wie es der Thorsten beschrieben hat.
Und dann haben wir noch eine Schriftführerin natürlich, unsere Angela Jung, die das auch sehr großartig macht. Das heißt natürlich, jede Mitgliederversammlung wird protokolliert. Das heißt, es gibt einen Nachgang im Protokoll, wo auch Beschlüsse niedergeschrieben werden, die wir auch verfolgen. Und beispielsweise fängt auch jede Sitzung mit diesem Protokoll an. Dass wir einfach sagen, Mensch, das haben wir das letzte Mal besprochen, wurde alles umgesetzt, ist alles abgearbeitet. Und dann kommt man eben auf die neuen Punkte zu sprechen. So sieht so ein bisschen der Alltag aus. Und was uns auszeichnet, glaube ich, ist, dass wir auch untereinander zwischen den Sitzungen viel kommunizieren. Und dass wir da auch wirklich sehr schnell unsere Entscheidungen herbeiführen können und wirklich hier sehr, sehr schnell nützlich sein können.

 

Dorian: Die Frage ist vielleicht etwas schwieriger, weil es ein Prozess ist, wie Sie auch schon beschrieben haben. Aber was persönlich finden Sie an der Arbeit des Fördervereins am wichtigsten? Oder gibt es da einen Schwerpunkt, der für Sie sehr wichtig erscheint?

 

Patrick Störz: Ich glaube, es ist etwas, was elementar ist. Und zwar, das ist schlicht und einfach die Bildung. Und das ist ganz klar unser Mittelpunkt. Wir wollen natürlich hier versuchen, diese Bildung bestmöglich zu unterstützen. Wir haben eine hervorragende Ausstattung an unserer Schule. Da können wir wirklich sehr, sehr stolz drauf sein. Und da wollen wir uns nicht darauf ausruhen, sondern wir wollen einfach dieses Niveau erhalten. Wir wollen auch nach vorne blicken. Und wir wollen uns dahingehend weiterentwickeln, dass wir hier wirklich mit die bestmöglichsten Mittel zur Verfügung stellen können.

Und ich meine, wir haben ja vorhin ein bisschen Werbung für Mitgliedschaft gemacht. Jetzt müssen wir natürlich noch ein bisschen Werbung für die Mitgliederversammlung machen. Also bitte an alle Mitglieder, fleißig kommen am 27. April. Aber es ist auch ganz wichtig. Und auch jeder Cent, der über Spenden eingenommen wird, jeder Cent über Mitgliedsbeiträge und, und, und, der wird schlicht und einfach 100% in Bildung umgewandelt. In Bildung oder in Projekte, die Einstellungen prägen für unsere Schüler und Schülerinnen am TGA. Und ich bin der festen Überzeugung, es gibt nirgendwo eine bessere Rendite als bei der Investition in die Bildung unserer Kinder.

 

Thorsten Hertel: Dazu gehört ja auch noch ergänzend, wir haben jetzt von Musikprojekten, Bildender Kunst und so weiter gesprochen, eben auch die Prävention, die wir unterstützen. Suchtprävention, dann die Medienpädagogik. Da gab es jetzt Elternabende und Vorführungen. Also da sind wir auch sehr stark involviert. Das muss man auch nochmal betonen.

 

Julia: Dann nochmal, was ja auch so ein bisschen der Anlass war, wie unterscheidet sich der Förderverein vom Freundeskreis?

 

Thorsten Hertel: Ja, also wie ich schon sagte, der Freundeskreis ist ja schon über 50 Jahre alt. Der wurde gegründet aus dem Alumni-Gedanken heraus, einfach die Internatsschüler noch nach dem Abitur hier an die Schule zu binden, dass sie so einen gewissen Anlaufpunkt haben, wo auch Informationen fließen. Es gibt ja noch diese Mitteilungen, die jetzt mittlerweile digital nur vorgestellt werden, aber die wurden dann auch verschickt. Da wurde immer das letzte Schuljahr dargestellt. Und in diesem Zug wurde eben dieser Freundeskreis gebildet, um den Kontakt eben zu erhalten. Der Mitgliedsbeitrag ist natürlich deutlich geringer im Jahr. Dementsprechend sind jetzt die Mitgliederzahlen schon höher.
Aber jetzt größere Dinge zu investieren, ist jetzt nicht der Punkt vom Freundeskreis. Aber sie unterstützen natürlich auch einzelne Schüler, indem sie beispielsweise die Beträge für die Haube übernehmen. Oder bei Klassenfahrten, wenn Schüler oder das Elternhaus es momentan nicht so finanzieren können, kann man sich da Unterstützung holen über einen Antrag, da wird unkompliziert darüber entschieden. Das ist so, was der Freundeskreis viel macht. Weniger die größeren Projekte, die jetzt für die Gesamtschule dastehen, eher mehr für Einzelpersonen oder auch klassenweise mal einen Theaterbesuch oder Kinobesuch übernehmen. Das ist so der Freundeskreis und eben der Gedanke, die Ehemaligen zusammenzuhalten.

 

Patrick Störz: Absolut. Also der Freundeskreis ist sehr traditionell. Und das ist auch gut so. Man muss auch eines bedenken, es gab ja früher nicht so die Möglichkeit, sich so zu vernetzen, zu verbinden. Das heißt, man hat ja dann wirklich irgendwann mal ein Abitur gemacht. Und dann trete ich in den Freundeskreis ein und war irgendwo in alle Welt verteilt. Und konnte natürlich auch über Postverkehr oder wie auch immer oder diese jährlichen Mitteilungen, die erscheinen, so ein bisschen noch Kontakt halten.

Das ist natürlich heute viel, viel, viel einfacher bei den Medien. Er macht viel für die benachteiligten Kinder. Der Freundeskreis ist toll. Und ich sage einfach mal, wir ergänzen uns eigentlich sehr gut. Und wir arbeiten auch zusammen. Und wir sagen einfach, Mensch, welches Projekt gehört dahin, welches Projekt gehört dorthin? Zu uns, und das muss man ganz klar sagen, zu uns gehören diese großen Projekte, die natürlich etwas teurer sind. Haus des Lernens, 40.000 Euro. Die Keyboards, die wir unterstützt haben, mit rund 16.000 Euro. Und, und, und. Und das ist nicht möglich mit einem Jahresbeitrag von 15 Euro. Und da treten wir wirklich an die Eltern heran und sagen, Mensch, unterstützt uns, helft uns für den Freundeskreis. Und da ist auch dieser Alumni-Gedanke wieder dabei. Das ist natürlich sehr, sehr, sehr wünschenswert, dass ganz viele Schüler, wenn sie ihr Abitur in der Tasche haben, dass sie da Mitglied werden. Und da mache ich jetzt mal ein bisschen Werbung für den Freundeskreis an alle zukünftigen Abiturienten. Werdet Mitglied im Freundeskreis.

 

Julia: Okay, dann wären wir auch schon fertig. Danke für das Interview und auch für die ganzen Projekte, die gesponsert werden!

 

Thorsten Hertel: Sehr gerne.

 

Patrick Störtz:  Und wenn noch was anliegt, immer her damit. Es ist nicht so, dass wir am Ende des Jahres auf Null stehen. Es ist immer noch Geld vorhanden.  

 

 Dorian und Julia


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