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Nacht des jungen Kriegers

     Kalt fiel der Schnee herab,

verwischt die Spuren des Gefangenen.

Einzig und alleine die Fußstapfen des jungen Krigers verschmolzen nicht

in der verschneiten Landschaft.

 

Leise, ganz leise heulte der Wind durch die Blätter.

Die Stämme der alten Kiefern ächzten,

krachend stürzten sie in das weiße Puder.

Der Schnee blieb, verwischte die Spuren der Gefangenen.

Einzig und alleine das Feuer spendete Licht.

Das Feuer, welches wärmte,

welches seinen wohligen Schein auf die Narben des jungen Kriegers lenkte.

Narben, die ihre eigenen Geschichten erzählten,

Narben, die an längst vergangene Taten erinnerten.

 

Im Wald war es dunkel,

schaurig werfen die kahlen Tannen Schatten in den Schnee.

Er schleicht durch das Gebüsch,

lautlos geht er seinen Weg,

will trauern,

will vergessen.

                                                                                                                                    Frida


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