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Der Kampf um die Streetbuddys

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Am 22. Februar 2022 verkündete die Stadt Annweiler auf Facebook ihre Lösung für eine Sensibilisierung zu einem nachsichtigen Verkehr, besonders in der Umgebung von Kindergarten und Schulen: Die Streetbuddys. Sie sind neonfarbene Plastikfiguren, die einem sofort ins Auge fallen sollen. Schon in ihrem Beitrag zu den Streetbuddys schreibt die Stadt Annweiler:

 

"Natürlich ist der Stadt bewusst, dass die auffallenden Männchen wahrscheinlich auch missbräuchlich verwendet werden und letztlich der ein oder andere Schramme ausgesetzt werden."

 

Diese Befürchtung wurde umgehend wahr, denn schon zwei Wochen später mussten viele Streetbuddys ersetzt werden. Ihnen wurde radikal der Kopf abgerissen oder die Buddys wurden aus ihrer Halterung entfernt und in einen in der Nähe gelegenen Garten entsorgt.

Da die Stadt allerdings einen positiven Effekt der Streetbuddys festgestellt hatten, hieß es "Auf jeden Fall lassen wir uns davon nicht unterkriegen, die vielen positiven Rückmeldungen bestärken uns, auch weiterhin die Buddys aufzustellen".

Zu diesem Zeitpunkt begann der Kampf um die Streetbuddys. Immer wieder wurden sie neu zerstört und immer wieder neu aufgestellt. Besonders in der Burgstraße erlitten die kleinen Männchen viele Zerstörungen. Nichts half. Und so kam die Stadt anscheinend auf die Idee, eine neue Taktik zum Erhalt der Streetbuddys zu verfolgen. Sie hängten die Figuren kurzerhand in die Höhe.

Bild: Lasse
Bild: Lasse

Wird diese neue Taktik der Stadt Annweiler endlich einen Sieg in diesem Kampf um die Streetbuddys bescheren? Nein, am nächsten Tag hing eine der Figuren nur noch am seidenen Faden. Der Kampf wird also weitergehen.

Dabei ist diese Vorgehen eine reine Ressourcenverschwendung. Ein Streetbuddy kostet nämlich knapp 50 Euro. Die Stadt hat wegen der hohen Ersetzungsraten mit den Herstellern sogar einen Vertrag ausgehandelt. Trotzdem wird für die Ersetzung Geld ausgegeben. Von dem ganzen Platik noch nicht mal zu reden.

Wäre es vielleicht nicht mal an der Zeit, seinen Standpunkt zu ändern und mit dem Ersetzen aufzuhören, um die Ressourcen zu schonen? Obwohl die Streetbuddys süß aussehen, passen sie sich nämlich nicht gut in das Stadtbild und wirken eher wie Störenfriede, besonders in der hängenden Form.

Aber auch die Zerstörung der Figuren ist nicht legitim. Die willkürliche Sachbeschädigung kann zu hohen Geldstrafen oder Haft führen.

Bisher ist keine Besserung in Sicht. Der Kampf um die Streetbuddys bleibt also weiterhin bestehen.

 

Lasse

 

Quellen:

Stadt Annweiler am Trifels Facebook. (o. D.). Facebook. Abgerufen am 23. Februar 2024, von https://www.facebook.com/StadtAnnweiler/?locale=de_DE

 

StreetBuddy. (o. D.). StreetBuddy. Abgerufen am 23. Februar 2024, von https://streetbuddy.de/12/streetbuddy-warnfigur-warnaufsteller-warnschild-fuer-kindersicherheit?number=3101

 

 


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