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Reglos steht sie da,
den Kopf zu Boden geneigt.
Wie durch die Kälte starr,
erträgt sie die taube Grausamkeit.
Weißer Schleier vorm Gesicht,
am Finger glänzt der Ring.
Stumm erfüllt sie ihre Pflicht,
verdrängt die Hiebe, die sie fing.
Näher stehst du nun an ihr,
kannst die Narben sehen,
markiert von einem bösen Tier,
es hört nicht auf ihr Flehen.
Du willst es töten, das Tier,
willst sie retten,
doch es setzt den Stift auf das Papier,
malt die Worte, die sie ketten.
Mit geübter Bewegung wird der Schleier verschoben,
doch anstelle frohen Gesichts einer Frau,
nur Augen, wie ausgesogen.
,,Hilfe", schreien sie rau.
Auf dem Gang zurück,
durch den Blumenregen,
er überragt sie, nicht nur ein Stück,
bestimmt des Alters wegen.
Viele Tränen rollen leise
über weiche Kinderhaut.
Verwischen nun auf diese Weise,
die Reife, mühevoll erbaut.
Fein und leicht wie Blütenstaub,
ihre Hand in seiner.
Noch nie war Stille doch so laut,
und trotzdem hört sie keiner.
Frida
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