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Trifelsstage 2026

 Lesezeit: 8 Minuten;

 

Am Dienstag, den 2. Juni 2026, durfte unsere Schulgemeinschaft einer ganz besonderen Veranstaltung beiwohnen. Trotz des regnerischen Wetters machten sich zahlreiche Schüler:innen, Eltern und Lehrer:innen auf den Weg zum Kaisersaal der Burg Trifels, um sich die Beiträge allerlei musikalisch talentierter Schüler:innen des ETGA anzuhören.

Vor einigen Jahren, als dieses Format zum ersten Mal stattfand, lief die Veranstaltung noch unter dem Namen “Kammerkonzert” - ein nicht ganz passender Name, wie wir in der Redaktion kommentierten, dafür, dass es immerhin in der Aula unserer Schule stattfand. In den Folgejahren wurde dieses Konzert dann in “Trifelsstage” umgetauft, fand aber weiterhin in der Schule statt, sodass der Name noch immer ein wenig Verwirrung hervorrief.

In diesem Jahr passte jedoch alles zusammen: Die Trifelsstage fand tatsächlich auf der Burg Trifels statt und wurde sogar vom Trifelsverein gefördert.Schon beim Betreten des Kaisersaals wurde deutlich, dass dies ein ganz besonderer Abend werden würde, da die Atmosphäre des alten Burggemäuers mit dem majestätischen Kronleuchter nochmal eine ganz andere war als die gewohnte in der Aula. Diese Erwartungen wurden auch in jedem Maße erfüllt, eher sogar noch übertroffen.

Begrüßt wurden alle Anwesenden von Herrn Wohlert, der ebenfalls auf die Geschichte des Konzertformates einging, die in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreicht hatte.Anschließend bekamen wir direkt den ersten musikalischen Beitrag zu hören, den das Lied “Carry the Light”, gesungen vom TriChor, darstellte. Besonders war während der ganzen Veranstaltung, dass alle Beiträge von den Musiker:innen selbst angekündigt wurden, so auch dieses Lied, das von einem Mitglied des TriChors als “Wegweisendes Licht” beschrieben wurde. Dieses Licht konnte der Chor auch mit dem Publikum teilen, die hoffnungsvollen Klänge des Liedes und brachten uns Zuhörer:innen in Stimmung und ließen uns auf alle anderen Musiker:innen, die am Abend noch performten, gespannt sein. Zudem konnten wir bei diesem ersten Beitrag auch erstmals die Akustik des Kaisersaals bewundern, die das Lied noch lauter erklingen ließ.

 

Nach diesem gelungenen Einstieg betrat der erste Solist des Abends die Bühne, Nikolaus Kaufmann aus der fünften Klasse. Auch er kündigte sich selbst an und beeindruckte das Publikum noch bevor seine Hände überhaupt das Klavier berührten mit seinem umfangreichen Wissen über sein Stück “Präludium C-Dur, BMV 846” von Johann Sebastian Bach. Sein Vortrag zeigte, dass sich die Schüler:innen nicht nur mit der Musik im praktischen, sondern auch im theoretischen Sinne bestens auskennen und ich persönlich war von den komplexen musikalischen Zusammenhängen, die Nikolaus schilderte, äußerst beeindruckt.

Dieses Gefühl ließ nicht nach, als er sich ans Klavier setzte und uns zeigte, wie sich diese Theorie umgesetzt anhörte. Sein Stück begann langsam und sanft und wurde mit der Zeit immer bedrohlicher, wie ein Meer vor einem Sturm. Nur zu recht erntete der junge Pianist am Ende seines Vortrags zahlreichen Applaus.

Die nächste Solistin des Konzertes war Ella Zimmermann aus der sechsten Klasse, die ihr Lied “I see Fire”, ursprünglich von Ed Sheeran, mit den Worten ankündigte: “Es handelt von Gefahren, Hoffnungen und Menschen, die zusammenhalten.” Ganz alleine, nur von Herrn Bernd Camin am Klavier begleitet, sang sie mit klarer Stimme voller Emotionen, die die Gefahren, von denen das Lied handelt, spürbar machte.

Die Botschaft ihres Beitrags bleibt nach wie vor eine äußerst wichtige - Zusammenhalt in schwierigen Zeiten und die Hoffnung auf einen neuen Tag, die sie meisterhaft an das Publikum weitergab

Mit einem echten Klassiker präsentierte sich das erste Duo des Abends - “Let it be” von den Beatles, gesungen von Jaron Kugler und am Klavier begleitet von Jakob Bergmann, beide aus der sechsten Klasse, die bereits im vorigen Schuljahr ihren ersten Auftritt auf der Trifelsstage hatten. Auch in diesem Jahr bewiesen die beiden ihr Talent und trotz dessen, dass das Lied vermutlich allen Zuhörer:innen bekannt war, schafften es die beiden, das Hören zu einer völlig neuen und magischen Erfahrung zu machen.

 

Vor allem bei den letzten drei Liedbeiträgen war ich extrem beeindruckt davon, wie viel Mut die noch jungen Musiker:innen bewiesen, sich (fast) alleine auf die Bühne zu stellen und ihre Musik mit uns zu teilen.

 

Das nächste Instrument, welchem wir lauschen durften, war die Querflöte, auf der Alexander Ehrstein aus der achten Klasse Benedetto Machellos “Sonate d-moll, 1. Satz” spielte. Sein Beitrag brachte eine fröhlichere Stimmung in den Saal, die er mühelos auch ohne Worte mit seinem Instrument vermitteln konnte.

Nach einem kräftigen Applaus verließ er die Bühne und machte den Solist:innen Platz, die alle Teil der Stimmbildung unter Heike Wiesner sind. Das erste Lied, das zum besten gegeben wurde, war hier “Love in the Dark” von Adele, gesungen von Frida Rau aus der zehnten Klasse, deren klare Stimme gemeinsam mit Bernd Camins Klavierspiel den Kaisersaal erfüllte. Der Text, vor allem der Refrain „I can’t love you in the dark/ it feels like we‘re oceans apart“, klang noch lange nach dem Konzert in meinen Ohren nach und ließ die Zuschauer voller Emotionen zurück.

Emotional ging es auch weiter mit dem Beitrag von Leonie Korn aus der MSS 11, welche Leas “Von der Schönheit und Zerbrechlichkeit der Dinge” sang, begleitet von Frau Wiesner an der Gitarre. Das Lied handelt von den Höhen und Tiefen des Lebens, die wir alle schon erfahren haben, was den Beitrag für alle Zuhörer:innen gleichermaßen ansprechend machte.

Es folgte wieder ein bekanntes Lied, “Count on Me”, von Bruno Mars, das Holly Auer aus der MSS 12 zum besten gab, ein Lied über Freundschaft, bei der man, wie der Titel besagt, immer aufeinander zählen kann. Begleitet wurde sie hier ebenfalls von Frau Wiesners Gitarre. Ihre Stimme hat uns wie in einen Bann gezogen.

Collin Rabe aus der MSS 11 konnte das Publikum anschließend mit dem Lied “Behind Blue Eyes” von Limp Bizkit verzaubern, welches um Isolation und verdrängte Emotionen handelt und uns in die starken Gefühle des Liedtexts eintauchen lässt: „No one knows what it’s like/ to feel these feelings/ like I do.“

 

Während er ebenfalls von Frau Wiesner begleitet wurde, begleitete sich die nächste Musikerin selbst am Klavier. Leni Hornbach, die inzwischen regional und überregional bekannt ist, sang und spielte das Lied “Someone Like You”, ebenfalls von Adele und bewies eindrucksvoll ihr 

musikalisches Talent. In diesem Lied geht es, wie Leni in ihrer Ankündigung erzählt, um Herschmerz nach einer Trennung. Sie blieb auch für den nächsten Beitrag am Klavier, wo sie gemeinsam mit Matilda Meyer aus der MSS 12 am Cello ein Arrangement des Liedes “A thousand years” von David Hodges und Christina Perri spielte. Das Zusammenspiel der beiden Instrumente, wobei mal Matilda und mal Leni die Melodie spielte, während die jeweils andere begleitete, war eine tolle Hörerfahrung, mit der beide ihr Talent gelungen zur Schau stellten. Meine Meinung nach war diese Version von „A thousand years“ sogar besser als Original, vielleicht auch, weil es etwas völlig Neues war.

Gleich drei Stücke spielte der nächste Pianist, Luis Störtz aus der MSS 11, der mit seinen klassischen Stücken “Toccata e-moll BMV 914 Introduction”, “Toccata d-moll BMV 565”, dem wohl bekanntesten Werk von Johann Sebastian Bach, und “Golberg Variationen BMV 988 No. 10”, nicht nur sein musikalisches Talent unter Beweis stellte, sondern auch, dass klassische Musik keinesfalls langweilig klingen muss. Beeindruckend war für mich, wie einfach er die komplizierten Werke erscheinen ließ.

Den Abschluss der Solisten-Beiträge machte Paulina Martin, ebenfalls aus der MSS 11, die auf ihrer Geige das Thema von “Schindlers Liste” von John Williams vorspielte, ein Stück, das, wie sie auch selbst in ihrer Ankündigung sagte, unglaublich berührend, emotional und auch traurig ist, Emotionen, die sie den ganzen Saal spüren ließ, ganz ohne Worte, die wahrscheinlich nur überflüssig wären.

Zuletzt sang noch einmal der TriChor die Lieder “You raise me up” von Brendan Graham und “Durch die schweren Zeiten” von Udo Lindenberg. Vor allem das letzte Lied bewegte mit seiner Botschaft, dass wir nicht alleine sind und gemeinsam stark sein sollen. Der TriChor forderte uns auf, diese wichtige Botschaft weiter in die Welt zu tragen.

Abschließend sang der Chor das Lied “I Am Not Alone”, das von Hoffnung und Zusammenhalt spricht. Hier sangen zunächst Leni Hornbach und Tine Ballmann als Duo, bevor der Rest des Chores einsetzte. Mit diesem gelungenen Abschluss endete das Konzert, doch natürlich nicht ohne die Danksagungen, die Frau Wohlert übernahm. Auch wir als Redaktion schließen uns diesem Dank an den Trifelsverein an, der durch seine großzügige Förderung das Konzert möglich gemacht hat. Außerdem wurde der Light- und Sound AG gedankt, die für die Technik für den Abend zuständig war, wie auch Heike Wiesner, die mit ihrer Stimmbildung viele talentierte Solist:innen ausbildet und Bernd Camin, welcher zahlreiche der Schüler:innen wie auch den Chor am Klavier begleitet hat.

Ebenfalls gedankt wurde den Hausmeistern für ihre ausgiebige Unterstützung.

Auch die Solist:innen erhielten Dank in Form einer Rose und der TriChor wurde zum Eisessen eingeladen.

Ein besonderer Dank gilt auch Herrn Wohlert, der nicht nur den TriChor leitet, sondern auch den Abend an sich organisiert hat und maßgeblich zu dieser tollen Erfahrung beigetragen hat. Nach den Danksagungen verabschiedete sich auch der TriChor mit einem Segenslied, „The Lord bless you and keep you“, das uns auf dem Weg nach Hause begleiten soll.

 

Insgesamt stellte das Konzert einen gelungenen Abend dar, für den ich gerne den Weg durch den verregneten Wald auf mich genommen habe. Vielen Dank an alle Beteiligten, insbesondere die talentierten Musiker:innen, die die Veranstaltung erst möglich gemacht haben, und die trotz Schulstress ein so gelungenes Programm auf die Beine gestellt haben. Die Atmosphäre auf dem Trifels war eine ganz besondere, die ich nicht so schnell vergessen werde. Alle die nicht dabei waren, haben in jedem Fall etwas verpasst!

 

Julia und Dorian


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