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Veranstaltung zum 27. Januar - die Mädchen von Zimmer 28

Für den diesjährigen 27. Januar haben sich ein paar Schüler:innen unserer 8. Klassen mit den 7. und 8. Klassen des Otfried-von-Weißenburg-Gymnasiums Dahn zusammengesetzt und am Dienstag eine Veranstaltung in der Aula des OWGs vorgestellt. 

 

„Die Mädchen von Zimmer 28 und Brundibar - Freundschaft, Hoffnung und  Überleben im Ghetto Theresienstadt”

Das Ghetto Theresienstadt war eine Sammel-und Durchgangsstation, in dem große Mengen von Juden gesammelt und festgehalten wurden, bevor sie nach und nach in Vernichtungslager wie Auschwitz transportiert wurden. 

Im Zimmer 28 lebten zwischen 1942 und 1944 etwa 50 Mädchen. Von ihnen überlebten 15 den Holocaust.

Eine davon ist Helga Pollak, die vom 27. Januar 11943 bis zum 23. Oktober 1944 in Zimmer 28 untergebracht wurde und dort ihr Tagebuch schrieb. Dieses ist einer der Grundlagen des Buches von Hannelore Brenner „Die Mädchen von Zimmer 28“. Zusammen mit den Überlebenden fertigte Hannelore Brenner nicht nur dieses Buch, sondern auch ein Musik-Theaterstück und die Ausstellung zum Thema, die erstmals in Dahn gezeigt wurde und weiterhin im OWG ausgestellt wird.

Im Rahmen der Veranstaltung wird gezeigt, wie sich die Mädchen von Zimmer 28 in Theresienstadt gefühlt haben, wie sie mit der Situation klargekommen sind und wie ihre Tage abliefen.

Die Kinderoper Brundibar ist hier von großer Bedeutung. Sie wurde verfasst vom Komponisten Hans Krasá, der in Auschwitz ermordet wurde. Die Kinder in Theresienstadt führten es immer wieder auf, es bietete eine Ablenkung von dem schwierigen Alltag und den ständigen Transporten, die ebenfalls der Grund waren, dass Rollen immer neu besetzt werden mussten.
Auch der Chor des OWGs führte die Oper 2022 mehrfach auf.

Ebenfalls wurde die Oper in einem NS-Propagandafilm benutzt, um Theresienstadt positiv darzustellen.

In Wahrheit waren natürlich alle verzweifelt, auch die Kinder, die von einigen Schrecken abgeschirmt wurden. Ihre Betreuer lenkten sie mit Kunst ab. Im Rahmen dieser Kunst wurde ihnen heimlich Unterricht erteilt.

Die Mädchen des Zimmers 28 gründeten ihre eigene Organisation - Maagal - mit einer eigenen Hymne und einem Wappen. Aus ihrer Zeit im Ghetto, ohne Familie, ohne Sicherheit und ohne Freiheit, machten sie das Beste daraus. 

Ihre Geschichte ist nicht nur eine vom Überleben und Widerstand, sondern auch von Erinnerung an jene die ermordet wurden. Die Aufführung der Schüler:innen war sehr einfühlsam und informierte auf spannende Art von den damaligen Geschehnissen. Musikalische Beiträge trugen zur Stimmung bei. Die Ausstellung mithilfe von Plakaten kann ich ebenfalls nur weiterempfehlen, Auszüge dieser sind in der Bildergalerie enthalten.


Das OWG Dahn brachte die Veranstaltung zusammen mit dem Arbeitskreis Landjudentum im Wasgau e.V und durch die Schulpartnerschaft mit dem Verein „Room 28 e.V.“ auf die Bühne. Von unserer Schule arbeitete Frau Laux an der Programmgestaltung, Text-und Bildzusammenstellung, zusammen mit drei Lehrer:innen des OWGs: Steffi Weißmann, Holger Ryseck und Christian Stalter.

Fünf Schüler:innen der 8a; Lynn E., Sarah E., Freya H., Lina K., und Emma S. waren Teil der Vorstellung, betreut von Herr Groß. 
Ich danke allen Beteiligten, speziell den Schüler:innen, für ihren wunderbaren Beitrag und den Lehrkräften und Vereinen für ihre Organisation, dass sie diese Aufführung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zum 27. Januar mit den zwei Schulen auf die Bühne gebracht haben.


Wenn das Thema euch weiter interessiert, bitte ich euch die Bücher von Hennelore Brenner „Die Mädchen von Zimmer 28“ und von Helga Pollak-Kinsky „Mein Theresienstädter Tagebuch 1943-1944“ zu lesen und euch gegebenenfalls die Ausstellung anzuschauen. 

 

Dorian

 


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